Kursus im Neusser „Lukas“ Raum für die Fragen werdender Väter

Neuss · Naturgemäß steht im Geburtsvorbereitungskursus die werdende Mutter im Mittelpunkt. Im Workshop „Hilfe, ich werde Papa!“ am 15. Juni im Lukaskrankenhaus geht es mal um die zukünftigen Väter: ihre Erwartungen, Fragen, Selbstzweifel und Ängste.

Hebamme Caroline Brünger und Sozialpädagoge Marcus Weber hatten die Idee für den Workshop.

Hebamme Caroline Brünger und Sozialpädagoge Marcus Weber hatten die Idee für den Workshop.

Foto: Rheinland Klinikum

(jasi) Die Geburt des (ersten) Kindes – nicht nur für die Mutter ein einschneidendes Lebensereignis. Auch für den Vater ändert sich einiges, wenn aus dem Paar eine Familie wird. „Männern gehen da ganz unterschiedliche Gedanken durch den Kopf: Wie kann ich beim Geburtsvorgang unterstützen? Wie wird der Moment sein, wenn das lange erwartete Baby geboren ist? Wie verändert sich die Partnerschaft?“, sagt Marcus Weber, der den Workshop „Hilfe, ich werde Papa!“ am Samstag, 15. Juni, im Neusser Lukas-Krankenhaus leitet.

Er möchte eine Atmosphäre bieten, in der sich die Teilnehmer ernstgenommen fühlen und sich öffnen können – Voraussetzung, um sich auch über intime Themen auszutauschen. „Aus verschiedenen Paar-Kursen weiß ich, dass Männer sich über manche Themen leichter austauschen, wenn sie unter sich sind“, erklärt der Diplom-Sozialpädagoge, der die Idee zum Papa-Kursus gemeinsam mit Caroline Brünger hatte, die Leitende Hebamme im „Lukas“ (Rheinland Klinikum) ist. Dort, im Elternraum (2. Obergeschoss, Haus 8) auf dem Klinikgelände an der Neusser Preußenstraße, findet die Veranstaltung am Samstagvormittag von 10 bis 13 Uhr auch statt.

Die Ansprüche der Männer an die Vaterschaft und sich selbst hätten sich verändert, glaubt Marcus Weber. Mütter hätten bereits während der neunmonatigen Schwangerschaft eine Bindung zum Kind aufbauen können, die durch das Stillen noch vertieft werden könne. „Immer mehr Väter nehmen sich die gesetzliche Elternzeit und möchten diese nutzen, um schnell eine intensive Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen“, sagt der Pädagoge, „doch ein paar Wochen reichen dazu nicht aus. Und was ist, wenn das Kind dies nicht zulässt?“ Seine eigene Beziehung zu der jetzt elf Monate alten Tochter hat das sogenannte Bonding enorm gefördert, wie er meint. Diesen ungestörten, unmittelbaren Hautkontakt mit dem Baby genießen auch Väter sehr.

Eine Anmeldung für den Kursus ist per E-Mail an [email protected] möglich.

(jasi)
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