Neuss: Karnevalisten kündigen dem Dorint-Kongresshotel

Nur die Hofburg in Neuss bleibt : Karnevalsausschuss plant nur noch eine Sitzung im Dorint-Hotel

„Kommunikationsschwierigkeiten“ seien der Grund, so der KA.

 Die Session ist lang, aber an der Stadthalle und dem Dorint-Hotel geht der närrische Trubel fast gänzlich vorbei. Grund dafür: Die von Neuss-Marketing vermietete Stadthalle ist für Veranstalter im Sitzungskarneval zu teuer und für viele Vereine zu groß. Hinzu kommen Differenzen zwischen dem Dorint-Kongresshotel und dem Karnevalsausschuss (KA).

Infolge dieser, wie es KA-Präsident Jakob Beyen nennt, Kommunitkationsschwierigkeiten zog der KA das Prinzenfrühstück, das Prinzenmahl und den Neujahrsempfang vom Dorint ab. Im Programmheft für die Session steht hinter allen Terminen noch das Dorint-Hotel als Veranstaltungsort.

Eine Konsequenz war, dass damit die Hofburgübernahme, die mit dem Neujahrsempfang gekoppelt werden sollte, verschoben wird. Nun wird das Prinzenpaar sein Hauptquartier erst am Montag vor dem Kappessonntag im Dorint aufschlagen – eingebettet in die Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms für den Straßenkarneval. Eine andere Folge war, dass die KA-Verantwortlichen mit Hoteldirektor Emre Sinanoglu die Friedenspfeife rauchten.

Nach dessen Abscheid war mit der stellvertretenden Hotelmanagerin Bettina Römer eine neue Ansprechpartnerin für die Karnevalisten benannt. Offenbar war das Verhältnis zwischen Jakob Beyen und dem Dorint-Brauchtumsbeauftragten Jörg Schulte nicht mehr zu kitten.

Das Prinzenmahl soll fünf Jahre lang im Zeughaus stattfinden

Ferner wurde vereinbart, dass der KA aller Voraussicht nach im Jahr 2020 mit Neujahrsempfang und Prinzenfrühstück wieder ins Dorint zurückkehrt, das auch Hofburg bleibt. Das Prinzenmahl bleibt aber mindestens für die nächsten fünf Jahre im Zeughaus. So lange ist der KA jetzt vertraglich mit Neuss-Marketing verbunden, das, so Geschäftsführer Jürgen Sturm, den Karnevalisten ein faires Angebot gemacht habe. In der Wahl des Caterings sei der KA im Zeughaus frei. So soll das Essen vom Restaurant Essenz der Bürgergesellschaft kommen, wo im Gegenzug der Prinzenempfang ausgerichtet wird. Zum Neujahrsempfang wiederum kommen die Jecken 2019 im Marienhaus an der Kapitelstraße unter.

Dass sich der KA mit der Prinzenproklamation schon vor drei Jahren aus der Stadthalle verabschiedet hat, hat nach Beyens Darstellung auch damit zu tun, „dass die Verwaltung in der Brauchtumsstadt keine Säle zu bezahlbaren Kosten anbieten kann.“ Erst im Juli sei die Miete für die Stadthalle erhöht worden. Konsequenz: Die Damensitzung der GNKG „Grün Weiß Gelb“ wandert Richtung Wetthalle ab. In der Stadthalle verbleibt nur noch die städtische Seniorensitzung.-nau

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