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Neuss-Düsseldorf: Termin-Ärger um Rosenmontagszug und Hansetag

Veranstaltungen in Neuss und Düsseldorf : Termin-Kollision sorgt für Ärger

(Red) Die Stadtratsfraktion Die Linke/Die Partei übt scharfe Kritik an der Entscheidung des Comitees Düsseldorfer Carneval, den Rosenmontagszug am 29. Mai auszurichten. Dies stelle, so die Fraktion, die interkommunale Partnerschaft zwischen Neuss und Düsseldorf auf eine harte Probe.

Der Hintergrund: Am 29. Mai soll der 42. Internationale Hansetag, den Neuss ausrichtet, seinen Abschluss finden. Die Veranstaltung wird vom 26. bis 29. Mai in der Quirinus-Stadt ausgerichtet – eine Entscheidung, die seit Jahren feststeht. Auch Bürgermeister Reiner Breuer machte die Düsseldorfer bereits auf diese Terminkollision aufmerksam. Er erhielt die Zusage, dass dies bei der Abwägung berücksichtigt würde. Offenbar ohne Erfolg.

In Düsseldorf wird derzeit ein individueller Name für den vom 28. Februar auf den 29. Mai verschobenen Rosenmontagszug gesucht. Denn der findet in 2022 an einem Sonntag statt und hat keinen direkten Bezug zum traditionellen Feiertag der Karnevalisten. Nur: Wenn in Düsseldorf gefeiert wird, befürchtet Die Linke/Die Partei in Neuss Katerstimmung – und das ausgerechnet beim Hansetag, auf den sich die Stadt seit Jahren vorbereitet. Die Neusser Stadtverordnete Yulia Vershinina (Die Partei) macht ihrem Ärger Luft. „Der Schlusstag des Hansetags droht in einem dreifachen Helau unterzugehen“, erklärt sie. „Der neue Termin ist zumindest für Düsseldorf kein Problem mehr. Dafür sabotiert man nun den Abschluss des Neusser Hansetages, was man in Bezug auf das nachbarschaftliche Verhältnis nur als rücksichtslos und egoistisch bezeichnen kann.“ Vershinina findet deutliche Worte. „Eine so bedeutungsvolle Veranstaltung mit Gästen aus aller Welt wie der Hansetag dient nicht nur Neuss, sondern der gesamten Rhein-Region und den hier ansässigen Unternehmen“, betont sie. „Es ist für uns vollkommen unverständlich und erschreckend, wie wenig Sensibilität und Abstimmung mit der Nachbarkommune in der Landeshauptstadt herrscht.“ Man habe Bürgermeister Breuer aufgefordert, hierzu Stellung zu beziehen und darzulegen, welche Gespräche eingeleitet würden.

(NGZ)