Gastronomie im Umbruch Das sind die Trends in der Neusser Gastro-Szene

Neuss · Die Situation in der Branche ist angespannt. Doch der hohe Kostendruck trifft nicht nur die Gastronomen, sondern auch die Gäste. Deshalb setzen Betreiber in Neuss auf unterschiedliche Konzepte.

Judith Rusch und Alnor Schmidt vom Restaurant „Alnors Reiterstübchen“ setzen auf Selbstgemachtes vom Dressing bis zum Brötchen.

Judith Rusch und Alnor Schmidt vom Restaurant „Alnors Reiterstübchen“ setzen auf Selbstgemachtes vom Dressing bis zum Brötchen.

Foto: Susanne Dobler

Die Stimmung in der Branche ist mau, einige sind zufrieden, viele machen Verluste im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit. Die Gastwirte kämpfen mit einigen Problemen, weiß der Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Thorsten Hellwig: „Die Situation in Neuss ist ambivalent. Einerseits ist mit der weiterhin erhöhten Mehrwertsteuer auf 19 Prozent der Kostendruck weiter erhöht, andererseits haben wir tatsächlich gut besuchte Lokale.“ Nur leider werde wegen des hohen Kostendrucks auch weniger konsumiert, sagt Hellwig. Ein Restaurantbesuch sei aber mehr als einfach nur „schön essen zu gehen“, so der Fachmann: „Man bekommt als Gast ja hier das ganze Paket: eine gepachtete Immobilie, das Ambiente, die Beschäftigten, die Ware und der Unternehmerlohn.“