Secondhand-Mode Das haben Neusser Secondhand-Läden zu bieten

Neuss · Der Einkauf aus zweiter Hand wird immer populärer. Unsere Autorin hat sich einige Secondhand-Läden in Neuss angeschaut. Was es dort gibt und ob auch die Generation Z fündig wird.

 Dieses Outfit suchte sich Marlin van der Linden mithilfe von Humana-Mitarbeiter David Limbach aus.

Dieses Outfit suchte sich Marlin van der Linden mithilfe von Humana-Mitarbeiter David Limbach aus.

Foto: Andreas Woitschützke

Secondhand-Läden erfreuen sich in Neuss großer Beliebtheit. Aber lassen sich dort auch für Generation Z coole und günstige Outfits zusammenstellen? Die Autorin dieses Textes hat sich drei Läden herausgesucht und es ausprobiert.

Rotkreuz-Laden

Ein großes Sortiment gibt es im Rotkreuz-Laden auf der Friedrichstraße 33. Von Kinderkleidung bis zu Erwachsenenmode ist alles dabei. Das Geld durch den Verkauf geht an das Rote Kreuz, womit unter anderem soziale Projekte unterstützt werden. Die Ware kommt meistens aus Containern des Roten Kreuzes oder von Privatkunden, die ihre Kleidung an den Laden abgeben. Der Managerin und Koordinatorin der ehrenamtlichen Mitarbeiter, Nafous Hajstefy, ist es wichtig, dass sich jeder im Rotkreuz-Laden wohlfühlt: „Jeder ist in unserem Laden willkommen.“ Sie und die Mitarbeiter legen die Preise der Kleidungsstücke selbst fest. „Wir schauen nach der Marke, der Qualität und nach dem Zustand der Anziehsachen“, sagt sie.

Für die Generation Z gibt es besonders viele Oberteile, Brillen und Gürtel zur Auswahl – Hosen waren schwieriger zu finden. Philipe Ostaja, der selbst zur Generation Z gehört, sagt: „Viele in unserem Alter trauen sich nicht in die Secondhand-Läden rein, was ich persönlich sehr schade finde. Früher war es eher uncool, in solchen Läden einzukaufen.“ Der 18-Jährige bemerke jedoch, dass Secondhand und Vintagemode wieder in den Trend komme. In seiner Generation beschäftigen sich Ostaja zufolge viele immer mehr mit der Umwelt und setzen deshalb auf Nachhaltigkeit.

Das im Rotkreuz-Laden zusammengestellte Outfit besteht aus einer Dieseljeans für 8 Euro, einem Pullover für 4 Euro, einer Sonnenbrille für 3 Euro, einer Mütze für 2 Euro und einem Gürtel für 2 Euro. Insgesamt kostet der Einkauf 19 Euro.

Öffnungszeiten Montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 13 Uhr und donnerstags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Fairhaus

Das Konzept des Fairhaus auf der Oberstraße 97 ist einfach und ansprechend: Für jedes Kleidungsstück gibt es einen einheitlichen Preis. Zum Beispiel kosten alle rabattierten Pullover 4,90 Euro. Menschen, die weniger verdienen, können eine Faircard beantragen, mit der sie 30 Prozent Rabatt bekommen – genau wie Schüler und Studenten. Durch den Ertrag werden soziale Programme gefördert. Die Secondhand-Ware wird meistens von Kunden gespendet. Im Fairhaus gibt es außerdem Neuware mit teils kleinen Produktionsmängeln.

Besonders die Auswahl von Oberteilen, Hosen und Accessoires dürfte für Generation Z interessant sein. Das Outfit, das die Autorin zusammengestellt hat, besteht aus einer Pumajeans für 4,90 Euro, einem Pullover für 4,90 Euro und einem Gürtel für 2,70. Das Outfit hat (mit Schülerrabatt) insgesamt 12,50 Euro gekostet.

Öffnungszeiten Montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Humana

Humana auf der Niederstraße 4 hat eine große Auswahl an Vintage- und Secondhand-Mode. Mode-Influencerin Rebeca Oksana wirbt für Secondhand-Kleidung: „Der Preis ist gut und es gibt so eine große Auswahl. Man muss nur in einen Laden gehen, um alles zu finden.“ Sie ist außerdem der Meinung, dass die Qualität von Secondhand-Mode meist besser ist als die der neuen Fast-Fashion-Produkte. Der Laden nimmt auch Spenden von Kunden entgegen.

Das hier gefundene Outfit besteht aus einem Pullover für 17,50 Euro und einer Lee Jeans für 32 Euro. Das ergibt zusammen 49,50 Euro.

Öffnungszeiten Montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 18 Uhr.

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