Neuss: Blaue Funken feiern Hoppeditzerwachen in der Wetthalle mit 400 Gästen

Karneval in Neuss : Gesellschaft Blaue Funken feiert karnevalistisches Jubiläum

Im 66. Jahr des Bestehens stellt der Verein das Prinzenpaar und auch das Kinderprinzenpaar. Die Party startete an der Rennbahn.

. Kein bisschen leise lief das etwas andere „Hoppeditzerwachen“ an der Rennbahn am Samstag ab. 400 begeisterte Gäste waren außer Rand und Band. Andreas Stuhlmüller bewies es mit närrischen Superlativen in dieser Session: Sechs mal elf Jahre Blaue Funken, zwei mal elf Jahre Novesia-Garde, ein mal elf Jahre „Kamelle us Kölle“. Getoppt wurde diese Konzentration des städtischen Frohsinns dann aber doch noch. Der Vorsitzende der Blauen Funken: „Wir stellen mit Bernd I. und Conny I. das Prinzenpaar der Stadt Neuss.“ Und das Kinderprinzenpaar dazu.

Wie kräftig nochmal eine Schippe draufgelegt wurde, konnte sich sehen und hören lassen. Farbenprächtig war die Halle geschmückt, an jecken Tönen hatte es keinen Mangel, und in der Bütt wurde pazifistisch so manche Rakete gestartet. „Es macht uns stolz“, bekräftigte Sitzungspräsident Andreas Radowski in seiner Begrüßung, „ein wichtiger Bestandteil des Winterbrauchtums in unserer Stadt zu sein.“ Erfreue sich „wie jeck“ auf die kommende Session.

Auftritt des Kinderprinzenpaares war der Höhepunkt des Abends

Mehr als einen Vorgeschmack davon gaben in dieser langen Nacht die auftretenden Gruppen und Solisten. Das 40-köpfige Tambourkorps der Funken machte den Anfang, indem es den Spaß an der Freud beim Wort nahm. Da waren die 66-Jahr-Feierlichkeiten schon auf einem Höhepunkt, die Gäste konnten sich offenbar nicht sattsehen und -hören am karnevalistischen Brauchtum. Die Kindertanzgarde Blaue Fünkchen hat es den Großen auf der Stelle mit Tanz und Gesang nachgemacht.

Natürlich war der Auftritt des jungen Prinzenpaars der Höhepunkt des Abends. Das ließ es sich nicht nehmen, eine Anleihe bei Udo Jürgens zu nehmen. „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.“ Lasst uns zusammen Karneval fiere, folgte darauf mit einem dreifachen „Nüss Helau“. In der Halle wurde es immer lebendiger, und mit rauschendem Beifall wurde „unsere Leibgarde Novesia“ vom Sitzungspräsidenten begrüßt. Jupp Menth gab danach „Ne kölsche Schutzmann“, den es als Alleinunterhalter dahin zieht, „wo der Karneval noch authentisch und ursprünglich ist“.

Mit dieser Einstellung war er auf der Jubiläumsparty der Blauen Funken genau richtig, ebenso wie Harry Heib, eine Kultfigur aus der Stunksitzung. Er hatte an diesem Abend als ein vor nichts zurückschreckender Alleinunterhalter seine Premiere. Treffer auf Treffer – so ging es an diesem Abend immer weiter und der Spaß hörte nicht auf. „Druckluft“ lieferte beschwingte Musik, Das größte „Stippeföttchen“ von Neuss überreichte die Gardesau. Zu später Stunde wurden an alle Mitglieder der Funken die Sessionsorden verliehen. klni

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