Neuss: 11 000 Karten für Shakespeare-Festival verkauft

Neuss: 11 000 Karten für Shakespeare-Festival verkauft

In knapp einer Woche beginnt das Theaterfest im Globe. An der Rennbahn trifft Schauspiel dann auf Baustelle.

Neuss. In einer Woche ist die erste Premiere des Festivals bereits über die Bühne des Globe gegangen: Am Freitag, eröffnet die Bayerische Theaterakademie August Everding mit "Ein Sommernachtstraum" das 19.Shakespeare-Festival.

"Erst volljährig, dann ein Festival auf der Baustelle", hatte Festivalleiter Rainer Wiertz bei der Vorstellung des Programms trocken festgestellt. Nun sind alle Macher überzeugt, dass es schlichtweg die schönste Baustelle der Stadt sein wird, die das vierwöchige Theaterfest an der Rennbahn begleitet.

Trotz der Bauarbeiten gibt es Konstanten: Die Wetthalle wandelt sich zum Treffpunkt für die Shakespeare-Freunde, es wird die beliebte Einführung 45 Minuten vor Aufführungsbeginn unter freiem Himmel geben. Zum Gewohnten zählt auch, dass die Karten für die Aufführungen heiß begehrt sind: Das Programm ist offensichtlich stimmig. Die Bayerische Theaterakademie gibt zum Auftakt dreimal den Sommernachtstraum und zweimal das thematisch darauf ausgerichtete "The Fairy Queen" von Purcell. Shakespeare und Partner zeigen das zuletzt 1928 in Deutschland gespielte Werk "HeinrichVIII". Melancholie und Sehnsucht prägen die Klänge der Gambistin Hille Perl in ihrem Konzert "In darkness let me dwell". Die Bremer Shakespeare Company, seit Festival-Start Dauergast im Globe, zeigt in diesem Jahr "Maß für Maß". Und so geht es weiter mit Inszenierungen voller Überraschungen und neuer Sichtweise auf die Werke des Meisters.

Schon sind 11 600 Karten verkauft, 2120 noch im Angebot. Rainer Wiertz aber ermutigt, auch bei ausverkauften Vorstellungen zum Globe zu kommen: "Für kleines Geld" gebe es an der Abendkasse immer noch Karten für Plätze mit leicht eingeschränkter Sicht.

Der Tipp des Festivalchefs auch für "alte Hasen" in Sachen Shakespeare: "The Merchant of Venice" von der Watermill Propellor Company in der Regie von Edward Hall. "Ich glaube wirklich, es wird wieder ein richtig gutes Fest", sagt Rainer Wiertz. Nichts anderes erwarten die zahlreichen Freunde des Festivals.