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Neubauten am Lukaskrankenhaus: Künftig mehr ambulante OPs

Neubauten am Lukaskrankenhaus: Künftig mehr ambulante OPs

Ein Gebäude beherbergt Kinder- und HNO-Klinik, während ein weiterer Anbau als ambulantes OP-Zentrum dient.

Neuss. Wo sich sonst überwiegend Kranke und Leidende aufhalten, flitzten am Sonntag neugierige Kinder mit Frisuren aus Luftballontieren herum, um sich bunte Gipsarme anlegen zu lassen. „Was für ein schöner Sonntag“, sagte Andreas Neumann, Chefarzt der HNO-Klinik.

Grund zur Freude an der Preußenstraße gab ein buntes Einweihungsfest des Lukaskrankenhauses, das die Eröffnung seiner Neubauten feierte. Knapp 400 Gäste, darunter CDU-Landtagsmitglied Jörg Geerlings und Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, ehemaliger CDU-Kulturstaatssekretär, waren gekommen.

Sie und zahlreiche zum „Tag der offenen Tür“ geladene Besucher besichtigten interessiert, was die städtischen Kliniken präsentierten: einen links ans Haupthaus angeschlossenen Neubau, in dem das Dialysezentrum (Erdgeschoss), die Kinderklinik (erste und zweite Etage) sowie die HNO-Klinik (dritte Etage) und ein großer Konferenzraum (vierter Stock) untergebracht sind sowie ein rechts ans Haupthaus angeschlossenes neues OP-Zentrum.

„Dorthin können Kranke neuerdings ausschließlich innerhalb des Krankenhauses transportiert werden“, sagte Christina Heusch, Leiterin Marketing und Unternehmensentwicklung im Lukaskrankenhaus. Außerdem gebe es drei zusätzliche OP-Säle, die ab 7. Mai von verschiedenen Abteilungen genutzt werden könnten.

„Hier bieten wir künftig vermehrt ambulantes Operieren an“, ergänzt Bettina Flörke, Oberärztin Anästhesie und Leiterin des neuen ambulanten OP-Zentrums. Sie wirbt mit „maximaler Patientensicherheit“ durch die Anbindung an den stationären Krankenhausbetrieb.

Dort und vor allem auf der Kinderstation können sich Drei- bis 18-Jährige jetzt wohlfühlen. „Das ist ja wie in den Urlaub zu fliegen“, kommentierte ein kleines Mädchen, das den Fluglinien der bemalten Flur-Wände folgend, in nur wenigen Minuten nach Kenia, Ägypten und Italien reist. Die Ländernamen stehen jeweils für Mehrbett- oder Einzelzimmer. So darf sich ein Patient, der seine Krankenhauszeit in Argentinien verbringt, am Wandbild eines tanzenden Tango-Paars erfreuen.

Über „schöne und hellere Räume als erwartet“, freut sich auch Franz-Peter Heinzler. Der Leiter des neuen Dialyse-Zentrums (20 Plätze) hat den Umzug schon hinter sich.

Traurig ist nur das Team um den Hauptinitiator des Neubaus, den Visionär Peter Gonne Kühl, Chefarzt der Kinderklinik, der nur noch bis Juni im Amt ist.