Neubau Zufuhrstraße: Zentrales Jobcenter für den Rhein-Kreis

Neubau Zufuhrstraße: Zentrales Jobcenter für den Rhein-Kreis

Alle Neusser Standorte und drei weitere Center ziehen an den Bahnhof.

Neuss. Jahre alt sind Überlegungen, die Jobcenter im Rhein-Kreis Neuss zusammen zufassen. Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Ein Investor wird ein Grundstück hinter dem Bahnhof an der Zufuhrstraße bebauen, das Jobcenter wird Mieter, die Neusser Standorte Promenadenstraße, Marienstraße, Stresemannallee und Königstraße sowie die Center aus Meerbusch, Kaarst und Korschenbroich werden in den Neubau einziehen. Als weiterer Standort im Rhein-Kreis Neuss bleibt lediglich das Center im alten Kreishaus Grevenbroich bestehen.

Man wolle das Angebot optimieren, Synergien nutzen und Kosten sparen, sagt Jürgen Steinmetz, Allgemeiner Vertreter des Landrats und Mitglied der Trägerversammlung des Jobcenters. Das Projekt Zufuhrstraße sei am wirtschaftlichsten gewesen, auch spreche die gute Erreichbarkeit am Hauptbahnhof für den Standort. Zudem werde das Areal städteplanerisch aufgewertet. Neuss habe sich als Standort ohnehin empfohlen, weil etwa die Hälfte aller Hilfeempfänger, die das Jobcenter nutzen, aus Neuss kommen. Für die anderen Kunden wird es weitere Wege geben.

In Neuss ist man froh über die Entscheidung. Auch Sozialdezernent Stefan Hahn verweist auf die gute Erreichbarkeit am Bahnhof. Hinzu kommt, dass dann endlich die Räumlichkeiten an der Promenadenstraße anders genutzt werden können: „Das zieht eine ganze Kette von Umzügen nach sich“ sagt er. Kerngedanke ist, dass in dem städtischen Gebäude künftig das komplette Sozialamt untergebracht sein kann — die angemieteten Räume an der Oberstraße werden aufgegeben. Auch Mitarbeiter des Jugendamtes, die nach Hahns Aussage im Rathaus teilweise sehr beengt arbeiten müssen, erhalten neue Räume an der Promenadenstraße.

Wann das soweit sein wird, ist noch unklar. An der Zufuhrstraße jedenfalls besteht bereits Baurecht für bis zu fünfgeschossige Bürogebäude. Die Geschäftsführung des Jobcenters des Kreises rechnet vorsichtig mit eine Spanne von neun bis zwölf Monaten bis zum Umzug ins neue Haus. Über den Bauherrn und die Höhe der Investition wurde noch nichts bekannt.

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