1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Neuss

Naturnahe Stärkung für Sinne und Motorik

Naturnahe Stärkung für Sinne und Motorik

Der erste von vier Bauabschnitten an der Förderschule am Nordpark ist fertiggestellt.

Neuss. Rennen, klettern, hüpfen — sich auszutoben ist für Kinder das Größte. „Unsere müssen wir dazu erst einmal spielerisch motivieren“, sagt Siegfried Knaul, Leiter der Schule am Nordpark. Damit das einfacher und schöner funktioniert, hat die Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung nach drei Monaten Bauzeit jetzt einen neu gestalteten Schulhof.

Ein großes Klettergerüst aus Holz mit Brücken aus Seilen und Schaukeln nimmt eine ganze Ecke des Hofs ein und bietet Platz für dutzende Kinder. „Das war früher ein Problem: Das Klettergerüst war zu klein, es gab oft Streit“, erinnert sich Knaul, an dessen Schule mehr als 40 Sonderpädagogen und Fachkräfte rund 150 Kinder betreuen.

Außerdem wurden Baumeinfassungen und Sitzgelegenheiten geschaffen, eine Reihe Pflanzkästen beherbergt frisches Grün. Knaul: „Der Schulhof soll die motorische Entwicklung fördern und Sinneserfahrungen bieten.“ So duften die Pflanzen nicht nur, sondern tragen auch essbare Früchte.

Dem ersten Bauabschnitt sollen drei weitere folgen. „In den Sommerferien wird der Innenhof gestaltet. Er soll mit einem Wasserlauf, Liegen und Klangspielen zu einer Ruhezone werden“, sagt Markus Schennach vom Amt für Gebäudewirtschaft. Außerdem soll der Ballspielplatz ein Sonnensegel, Kletter- und Sitzflächen sowie einen Sandkasten erhalten, der zweite, kleinere Spielplatz eine Wasserpumpe.

Schennach: „Bis 2014 soll alles fertig sein.“ Für die Maßnahmen wurden 130.000 Euro veranschlagt, 44.700 Euro hat davon der erste Bauabschnitt gekostet. Das Projekt setzt der Rhein-Kreis Neuss im Rahmen des Konjunkturpakets um.

Das Besondere an dem naturnahen Klettergerüst: Die Schüler konnten selbst kräftig mit anpacken. „Besonders die Älteren haben beim Sägen, Schleifen und Pflanzen geholfen“, sagt der stellvertretende Schulleiter Stefan Falke. „Das ist gut bei den Schülern angekommen. Sie können sich so mit dem Projekt identifizieren.“