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Museumsprojekt: HipHop vor alten Meistern

Museumsprojekt: HipHop vor alten Meistern

165 junge Erwachsene feiern im Clemens-Sels-Museum.

Neuss. „Wir wollen schaffen, dass das Museum in den Köpfen bleibt“, sagte Gabriel Rehlinghaus, Student der Kunstgeschichte, im Vorfeld der Veranstaltung „kUNSt gehört die Nacht“ im Clemens-Sels-Museum.

Museumsleitung, Studenten der Kunstgeschichte von der Düsseldorfer Heine-Uni und Neusser Schüler hatten ein Veranstaltungskonzept mit dem Ziel entwickelt, einem jüngeren Publikum zu zeigen, dass Museum nicht langweilig sein muss. Ihre Ziele haben die Veranstalter erreicht: „Es ist alles sehr gut gelaufen, genau so, wie wir es uns erhofft hatten“, sagte Rehlinghaus.

165 Karten wurden verkauft, das Durchschnittsalter lag bei 20 Jahren. „Der Andrang war zeitweise so groß, dass wir Programmpunkte verlagern mussten“, sagte Rehlinghaus. Zahlreiche Kunstrichtungen waren im Programm berücksichtigt worden. Eine Hip-Hop-Tanzgruppe zeigte ihr Können und animierte zum Mitmachen, die Poetry-Slammer von den Wuppertaler „Wortpiraten“ hielten „Poetenführungen“.

Für die Fans rockiger Klänge spielte die Band „Pieces of Any“, während Studenten den Besuchern bei den „Kunstdialogen“ die Bilder im Museum erklärten. Wer wollte, konnte sich beim Aktzeichnen auch selbst an der Leinwand ausprobieren. Die Besucher fanden das Konzept erfrischend und innovativ. Nach der gelungenen Premiere könnte es nächstes Jahr eine Neuauflage geben: „Lust und Interesse an einer Wiederholung sind da“, sagte Rehlinghaus.