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Mordprozess: Ehefrau glaubt an einen Unfall

Mordprozess: Ehefrau glaubt an einen Unfall

S. soll seine Schwägerin erstickt haben.

Neuss (si). Hat Heinrich S. seine 86-jährige Schwägerin Marlene im Oktober vergangenen Jahres mit einem Kissen erstickt, um eine sexuelle Beziehung mit ihr zu vertuschen? Am Freitag musste die Ehefrau des Rentners vor dem Düsseldorfer Landgericht in den Zeugenstand. Die 76-Jährige ist von der Unschuld ihres Ehemannes überzeugt, obwohl Heinrich S. das Verbrechen zunächst bei der Polizei gestanden hatte.

„Ich glaube das bis heute nicht. Meine Schwester ist verunfallt“, erklärte die Frau mit fester Stimme und fügte hinzu: „Mein Mann ist kein brutaler Mensch.“ Sie selbst habe ihn damals zu der 86-Jährigen geschickt, um zu sehen, ob dort alles in Ordnung sei. Heinrich S. habe dann die Leiche in der Reuschenberger Wohnung gefunden.

Die 76-Jährige schließt auch aus, dass ihr Mann ein Verhältnis mit dem Opfer gehabt haben könnte: „Sie hätte sich nie in unsere Ehe eingemischt. Das war ein absolutes Tabu.“ Der Prozess wird fortgesetzt.