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Mittelstandsforum informiert über IT-Sicherheit für Firmen

Mittelstandsforum informiert über IT-Sicherheit für Firmen

Hacker können auch für kleinere Unternehmen eine Gefahr darstellen.

Neuss. Rund 85 Prozent der Bundesbürger machen sich Sorgen über wachsende Internetkriminalität. Das hat der Branchenverband Bitkom jüngst in einer Studie ermittelt. Wie groß die Gefahr tatsächlich ist und was dies für Unternehmen bedeutet, wurde jetzt beim Mittelstandsforum deutlich: Tim Berghoff, Security-Experte beim auf IT-Sicherheit spezialisierten Unternehmen G-Data, warf ein düsteres Szenario in den Pauline-Sels-Saal des Romaneum.

„Online-Kriminalität macht inzwischen einen größeren Umsatz als der internationale Drogenhandel“, erklärte Berghoff. Es gebe im Mittelstand immer noch Unternehmen, die dächten, sie seien nicht groß genug, um ins Visier der Kriminellen zu geraten. Aber in diesem Fall trügt das Gefühl. Eine Attacke durch Online-Kriminelle kann jeden treffen, betonte Berghoff.

Zum einen ist da die Attacke mit sogenannter Ransomware. Dabei wird ein Schadprogramm auf fremde Rechner gespielt, das Daten verschlüsselt. Die Täter fordern dann eine Lösegeldzahlung. Wie schnell eine solche Bedrohung Realität werden kann, musste vor zwei Jahren das Lukaskrankenhaus erfahren. Hacker hatten es attackiert, daraufhin mussten sämtliche IT-Systeme heruntergefahren werden. Nicolas Krämer, kaufmännischer Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses, erklärte während der Podiumsdiskussion beim Mittelstandsforum, wie das „Lukas“ mit dem Angriff umging. Dass man umgehend das Landeskriminalamt und die Computer-Experten von G-Data hinzugerufen und offen mit dem Thema umgegangen sei, sei „eine der besten Entscheidungen während meiner bisherigen Zeit als Geschäftsführer des ,Lukas’ gewesen“, betonte Krämer. Auf die Forderungen der Erpresser ging die Klinik nicht ein. „Wir sind nicht erpressbar“, betonte Krämer.

Nicht nur Erpressungen sind jedoch ein Dilemma für Unternehmen, sondern auch der Diebstahl sensibler Daten, der Versuch Krimineller, sich durch Betrugsmaschen Geld überweisen zu lassen, oder zum Beispiel nachts auf Server und IT-Infrastruktur zuzugreifen, um diese zu kapern und für sich arbeiten zu lassen.

Das Mittelstandsforum, an dem auch Thomas Müller vom Unternehmen Alnamic AG aus Neuss teilnahm, zeigte Wege, sich gegen Angriffe von Cyber-Kriminellen zu rüsten — mit der Sensibilisierung von Mitarbeitern und maßgeschneiderten Sicherheitslösungen. abu