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Marilyn Monroe im Schlachthof: Ein Leben voller Sehnsucht nach Liebe

Marilyn Monroe im Schlachthof: Ein Leben voller Sehnsucht nach Liebe

Janina Burgmer singt am Freitag im TaS vom Leben und Sterben der Marilyn Monroe.

Neuss. Vor fast 50 Jahren starb in Los Angeles eine Frau, die den Begriff Sexsymbol verkörperte wie keine zweite: Marilyn Monroe. Bis heute fasziniert sie die Menschen; Stars wie Madonna und Lady Gaga kopieren sie und pünktlich zu ihrem Todestag kommt das Biopic-Drama „My week with Marilyn“ in die Kinos.

Auch das Theater am Schlachthof (TaS) erweist der Monroe mit dem musikalischen Portrait „Wanna be loved by. . . anyone?“ die Ehre. Doch für Markus Andrae hat die Wahl dieses Stücks noch einen anderen Hintergrund: „Ich möchte die Spielzeit von Reinhard Mlotek in seinem Sinne beenden und da sie unter dem Begriff ,Sehnsucht’ steht, fand ich ein Stück über die Monroe sehr passend.

Denn ihr Leben war geprägt von der permanenten Sehnsucht nach Liebe, Respekt und Anerkennung. Außerdem markiert das Stück schon einen Übergang zu meiner zukünftig stärkeren Gewichtung des musikalischen Kleinkunstbereichs.“

Erzählt wird die tragische Lebensgeschichte des Stars von der Schauspielerin und Sängerin Janina Burgmer („Haram“), die ausgehend von der Beerdigung Monroes, Rückblicke auf Stationen ihres Lebens wirft.

Dazu singt sie zur Begleitung von Anna Seibert am Piano, die berühmtesten Songs der Ikone. Burgner hatte auch die Grundidee zum Stück, dessen Regie Klaus Prangenberg übernahm. Für den Theater- und Hörspielregisseur aus Köln ist es die erste Zusammenarbeit mit dem TaS.

Janina Burgmer ist schon seit Jahren von der Person Monroes fasziniert: „Da ist auf der einen Seite diese Glamour-Persönlichkeit, die sich perfekt in Szene setzen konnte und auf der anderen Seite war da in ihr auch immer die kleine, schüchterne und unsichere Norma Jeane, die sich stets nach einer Vaterfigur in ihrem Leben gesehnt hat.

Da ist für mich als Schauspielerin sehr viel Futter.“ Auch musikalisch kann Burgmer aus dem großen Fundus an Monroe-Songs zehren: „Sie wurde ja als Sängerin zeitlebens völlig unterschätzt und musste auch in diesem Bereich nur ihrer Rolle als hauchendes, sexy Blondchen gerecht werden.“

So erwartet die Zuschauer bei der Premiere am Freitagabend um 20 Uhr laut Markus Andrae ein „musikalischer Abend, der gleichermaßen unterhält und berührt.“