Mann stirbt bei Unfall auf der Autobahn 46

Mann stirbt bei Unfall auf der Autobahn 46

Ein Lkw war ungebremst auf ein Stauende aufgefahren. Der Beifahrer eines Transporters starb, der Fahrer wurde schwer verletzt.

Grevenbroich. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 46 kam gestern Mittag ein Mann ums Leben, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die A 46 musste in Richtung Heinsberg für mehrere Stunden gesperrt werden, es kam zu kilometerlangen Staus.

Foto: Staniek

Nach dem bisherigen Stand der Polizeiermittlungen war gegen 11.40 Uhr der 50 Jahre alte Fahrer eines Kieslasters mit NE-Kennzeichen an einem Stauende beinahe ungebremst auf einen Transporter aus dem Kreis Mettmann aufgefahren. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Der vom Kieslaster erfasste Transporter prallte mit großer Wucht gegen einen davor stehenden Lastwagen, der wiederum auf ein weiteres Fahrzeug. Der vordere Teil des Transporters wurde zertrümmert. „Als wir eintrafen, war der Fahrer bereits aus dem Transporter heraus. Mit einer Seilwinde haben wir das Fahrerhaus nach vorn gezogen, um den Beifahrer zu befreien“, berichtet Feuerwehreinsatzleiter Helmut Schnabel.

Doch der Beifahrer — es soll sich um einen jüngeren Mann gehandelt haben — hatte tödliche Verletzungen erlitten. Der schwer verletzte, 56 Jahre alte Fahrer des Transporters wurde mit einem Rettungshubschrauber, der auf der Autobahn landete, in ein Krankenhaus geflogen. Groß war die Betroffenheit in der Coens-Galerie bei „Medimax“ — Fahrer und Beifahrer waren als Auslieferungsfahrer regelmäßig in Grevenbroich.

Der Fahrer des Kieslasters erlitt einen Schock, ebenso drei Zeugen. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz — darunter vier Rettungswagen und zwei Notärzte. Die Polizei hatte die Unfallstelle in mehrere Einsatz-Abschnitte aufgeteilt. Die Feuerwehr Grevenbroich war mit 35 Einsatzkräften der hauptamtlichen Wache an der Lilienthalstraße und der ehrenamtlichen Einheiten Stadtmitte und Hemmerden angerückt. Auch Kreisbrandmeister Norbert Lange machte sich ein Bild vor Ort. Als „vorbildlich“ bezeichnete Helmut Schnabel die von Autofahrern gebildete Rettungsgasse, bei früheren Einsätzen auf der A 46 hatte es Probleme gegeben.

Die Rettungsarbeiten, Bergung der Autos sowie die Unfallaufnahme dauerten viele Stunden. Wegen der Sperrung der Fahrbahn in Richtung Jüchen staute sich der Verkehr bis nach Neuss-West und weiter in die Stadt zurück. Verkehrsbeeinträchtigungen gab es auch auf anderen Straßen. Der Verkehr wurde an der Autobahn-Anschlussstelle Grevenbroich abgeleitet.

Wiederholt kommt es auf der Autobahn 46 zu Auffahrunfällen mit Lkw. Im Mai war etwas weiter der Fahrer eines 40-Tonnen-Sattelschleppers am Ende eines Staus auf einen anderen Lkw aufgefahren. Er wurde dabei in der Fahrerkabine eingeklemmt, war schwer verletzt.

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