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Maler Stefan Lausch im Kulturforum Alte Post: Das beständige Spiel mit den Dimensionen

Maler Stefan Lausch im Kulturforum Alte Post: Das beständige Spiel mit den Dimensionen

Der Maler Stefan Lausch zeigt ab Samstag seine faszinierenden Werke im Kulturforum Alte Post.

Neuss. Klaus Richter, Kurator der Alten Post, und Stefan Lausch (45) begegneten sich bereits 1990 bei einer Gemeinschaftsausstellung. Seither verlor Richter den damaligen Kunststudenten und seine Arbeit nicht mehr aus den Augen. „Seine Thematik und die Beständigkeit in seiner Arbeit sind für mich sehr spannend “, sagt Richter.

Grund genug, den Düsseldorfer nun nach Neuss einzuladen und seine faszinierenden Werke von Samstag bis zum 1. April in der Alten Post auszustellen. „Damals wie heute“ lautet der Titel der Schau. Er drückt aus, was Lausch umtreibt: „Kontinuität ist wichtiger als Innovation.“ Erst durch das Wandeln auf bekannten Pfaden könne Neues geschaffen werden, sagt er. Bestehendes müsse erst entdeckt werden, bevor es in Frage gestellt und zerstört werden kann.

Ein Beispiel liefert seine Serie „Schattenbilder“, bei denen er die immer gleiche Silhouette eines Männerkörpers zerschneidet und neu zusammensetzt. Die entstandenen Konstruktionen reizen dazu, nach Bekanntem zu suchen, Strukturen wiederzufinden oder Muster zu entdecken. Genau mit diesem Aspekt der visuellen Wahrnehmung spielt Lausch in seinen Arbeiten. So wie mit seinen Kassettenbildern, bei denen er durch präzise Farbgebung sowie geschickt gesetzte Licht- und Schattenkanten eine räumliche Tiefe erzeugt, die sich je nach Standpunkt des Betrachters verschiebt.

Lausch, der an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Professor Alfonso Hüppi studierte, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Ornamentik. Ein kontinuierliches Studium, das in seine Arbeit sichtbar Eingang gefunden hat. Zeichnungen, die er bei Besuchen in römischen Kirchen angefertigt hat, künden davon ebenso wie Masken, die nach einem Aufenthalt in Namibia entstanden.

Da Lausch zu den wenigen Künstlern gehört, die auch über ihre Arbeit sprechen, wird er am Samstag um 11.30 Uhr selbst die Eröffnung seiner Ausstellung übernehmen.

www.altepost.de