Diskussionen um Baumfällungen Stadt Neuss präsentiert neuen Entwurf für Laga-Eingang

Neuss · Der neue geplante Zugang zur Landesgartenschau 2026 soll günstiger und schneller zu realisieren sein.

Die Planungen für die Landesgartenschau im Jahr 2026 im Neusser Rennbahnpark sind im vollen Gange.

Die Planungen für die Landesgartenschau im Jahr 2026 im Neusser Rennbahnpark sind im vollen Gange.

Foto: Andreas Woitschützke

Damit die Landesgartenschau (Laga) 2026 im Rennbahnpark für alle gut erreichbar ist, sind barrierefreie und sichere Eingänge von großer Bedeutung. Nach aktuellem Stand sind diese aber noch nicht überall gegeben. Konkret geht es um den geplanten Eingang im Süd-Osten, der das ehemalige Rennbahngelände mit dem Hammfeld verbinden soll. Hierzu ist es erforderlich, sowohl die Stresemannallee als auch die Straßenbahngleise der Linie 709 zu queren. Während aber in einem ersten Entwurf noch eine Signalanlage für die Gleisquerung geplant war, präsentierte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung und Mobilität einen alternativen Vorschlag.

Demnach soll eine sogenannte Z-Querung künftig einen sicheren Gang über die Gleise ermöglichen. Dabei lenken Verkehrsgitter die Fußgänger zu den vorgesehenen Durchgängen, die sich versetzt voneinander befinden. So müssen die Gäste die Gleise diagonal überqueren. Von oben betrachtet hat diese Verkehrsführung die Form des Buchstaben „Z“. Der Vorteil hierbei: Die Menschen blicken „entgegen“ der Fahrtrichtung der Straßenbahn, womit die erforderlichen Sichten zwischen Fußgänger- und Bahnverkehr laut Verwaltung gewährleistet sind.

Darüber hinaus sei diese Variante nicht nur günstiger (die Verwaltung rechnet mit einer Kostenersparnis von rund 550 000 Euro), sondern auch schneller in der Umsetzung. Während die Stadt für die Ampelanlage allein ein Jahr für das Genehmigungsverfahren einplant, könnte diese Zeit mit der Entscheidung für die Z-Querung auf drei Monate verkürzt werden.

Ein Nachteil: Mehrere Bäume müssten weichen

Die günstigere und schnellere Alternative birgt jedoch auch Nachteile. Bedingt durch das Verkehrsgitter, welches zwischen Fahrbahn und Gleiskörper aufgestellt werden soll, muss der Radverkehr – der aktuell entlang der Gleise verläuft – vom Seitenraum auf die Fahrbahn übergeleitet werden. Das führt wiederum dazu, dass die Fahrbahn in Richtung Hammfeld „verschwenkt“ wird, wo aktuell elf Bäume die Straße säumen. Diese und vier weitere Bäume müssten deshalb weichen. Als Ausgleich hierfür plant die Verwaltung bis zu elf Neupflanzungen sowie einen weiteren Baum im Bereich der neuen Z-Querung.

Doch die Fällungen erregten großen Unmut im Ausschuss. Wolf Busch (Fraktion jetzt) gab zu bedenken, dass es bereits einen Zuweg am Obertorweg und der Langemarckstraße gebe, welche die Besucher nutzen könnten. So ließen sich sowohl die Kosten als auch die Fällungen sparen. Planungsdezernent Christoph Hölters betonte jedoch, dass die Erschließung des Hammfelds für Fußgänger und Radfahrer ein zentrales Stadtentwicklungsthema sei – ein Effekt, der auch über die Laga hinaus Vorteile für die dort wohnenden Menschen bringe. Letztlich wurde der Vorschlag der Verwaltung angenommen.