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Kulturrucksack: Ministerin lobt Neuss als „beispielgebend“

Kulturrucksack: Ministerin lobt Neuss als „beispielgebend“

Stadt erhält 30 000 Euro pro Jahr für Projekte.

Neuss/Düsseldorf. NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) hat am Dienstag in Düsseldorf die Beteiligung der Stadt Neuss an dem Projekt „Kulturrucksack“ als beispielgebend gewürdigt. „Das sind sehr gute Ideen, die engagiert umgesetzt worden sind und noch werden“, sagte sie vor Journalisten im Landtag.

Schäfer zog eine positive Zwischenbilanz unter das erste Jahr des Projektes. Rund 130 Städte und Gemeinden beteiligen sich am „Kulturrucksack“. Sie bewerben sich mit Veranstaltungsideen für Jugendliche von zehn bis 14 Jahren, die bis zum Jahr 2015 vom Land mit 4,40 Euro pro Kind in dieser Altersgruppe gefördert werden.

Neuss bekommt so pro Jahr etwa 30 000 Euro vom Land. „Auf das Geld hat der Kämmerer keinen Zugriff, und wir können frei bestimmen, wie wir es für unsere Projekte ausgeben“, sagte Kulturdezernentin Christiane Zangs.

Eine Autorenlesung etwa aus dem noch unveröffentlichten Manuskript des Kölner Autoren Manfred Theissen, ein Porträt-Workshop im Clemens-Sels-Museum, Jonglieren und Trommeln im Romaneum oder historische Spurensuche im Stadtarchiv — der Bogen der Veranstaltungen ist weit gespannt. „Es sind viele Veranstaltungen. Wir sind aber immer wieder selbst erstaunt, mit wie wenig Geld es in der Kultur möglich ist, etwas umzusetzen“, sagte Zangs.

Das Land fördert den „Kulturrucksack“ bis mindestens 2015, Zangs spricht von einer „großartigen Planungssicherheit“. Ein guter Teil des Geldes geht allerdings auch in die Pflege des Internetauftritts. Er kostete bisher rund 216 000 Euro.