Kreiskrankenhaus: Künftig auch ambulante Behandlung möglich

Kreiskrankenhaus: Künftig auch ambulante Behandlung möglich

Kreiskrankenhaus: In Dormagen entsteht ein neues Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin.

Rhein-Kreis Neuss. "Heute ist ein guter Tag für das Kreiskrankenhaus Dormagen, denn die ambulante radiologische Versorgung ist gesichert", sagt Krankenhausdirektor Hubert Retzsch. "Seit über fünf Jahren bemühen wir uns um eine Kooperation mit den radiologischen Fachärzten - und nun hat es endlich geklappt." Bisher gab es keine Kassenzulassung für die Behandlung ambulanter Patienten. Durch die Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung und der vereinbarten Zusammenarbeit steht dem Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin im Kreiskrankenhaus Dormagen nun nichts im Wege. Dort können die Patienten ab sofort auch ambulant behandelt werden.

Kritiker befürchteten anfangs, dass die medizinische Versorgung nicht gewährleistet werden könnte, da viele niedergelassene radiologische Fachärzte die Region verlassen haben. Doch in Grevenbroich hat sich das Konzept in der Praxis bereits bewährt: Das Kreiskrankenhaus arbeitet mit niedergelassenen Fachärzten zusammen und ermöglicht so die Behandlung stationärer und ambulanter Patienten.

Mit diesem Konzept als Vorbild arbeiten künftig im Dormagener Kreiskrankenhaus neben Oberarzt und Chefarzt noch vier Fachärzte. Dabei handelt es sich um vier extra geschaffene Stellen. Kreisdirektor Hans-Jürgen Petrauschke verspricht: "Es gibt keine Versorgungslücke."

In Dormagen wurde am Mittwoch der erste Baustein für das neue Zentrum für Radiologie und Nuklearmedizin gelegt. "Entstehen soll ein Erweiterungshaus. Dazu wird die Radiologie umgebaut", sagt Retzsch. 4,5 Millionen Euro werden in den Bau investiert, weitere drei Millionen für moderne Geräte.

Bereits im April dieses Jahres wurden im Kreiskrankenhaus Dormagen zwei neue Röntgengeräte in Betrieb genommen - ein Computertomograph und ein volldigitales Mammographiegerät. "Während der Bauphase bleiben sämtliche Leistungen für die Patienten erhalten. Sie werden weiter versorgt", erklärt Retzsch. Die ersten Patienten wurden am Mittwoch schon behandelt.

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