Konzept für „Strabi“ vorgestellt

Konzept für „Strabi“ vorgestellt

Das Planungsbüro schlägt Pavillons, Stege, Rundweg und Aussichtsturm für die neugestaltete Seenplatte vor.

Straberg/Nievenheim. Mit Wohlwollen, aber ohne sichtbare Begeisterung nahmen die Politiker des Planungs- und Umweltausschusses das Freizeit- und Naherholungskonzept für die Straberg-Nievenheimer Seen zur Kenntnis. Das präsentierte am Donnerstag Roxanna Hornman aus dem Planungsbüro Land Germany (Düsseldorf). Für die SPD meldete Martin Voigt sofort Beratungsbedarf an, den aber auch die anderen Fraktionen hatten. Denn zu umfangreich und weit in die Zukunft reichend war das fast 100 Seiten starke Werk. Aber: „Vielleicht kann man ja die ein oder andere Idee daraus schon eher angehen“, meinte Doris Wissemann (SPD), die von einem „tollen Konzept“ sprach.

Geht es nach den Landschaftsplanern, könnte in den nächsten Jahrzehnten in diesem Bereich ein „neues grünes Herz von Dormagen“ entstehen, so formulierte es Hornman. Denn die Seenplatte, zu der auch der Goldberger See gehört, zählt sie zu den „Hotspots der prosperierenden Metropolregion Rheinland“. Ursprünglich als Abgrabungsstandort zur Kiesgewinnung gestartet, entwickelt sich die Seenplatte mehr und mehr zu einer Freizeit- und Naherholungsinsel.

Das soll spätestens mit dem Ende der Auskiesung im Jahr 2042 der Fall sein. Nach den Untersuchungen des Fachbüros aus Düsseldorf ist klar, dass sich das Areal für unterschiedliche Zielgruppen eignet, wenn es in Richtung Freizeit- und Naherholung geht. Wichtig, so die Planer: „Durch die Gegebenheiten sollte die Entwicklung nicht auf eine Personengruppe hin ausgerichtet sein. Es sind die unterschiedlichsten Ansprüche aller Bevölkerungsdimensionen im Sinne eines integrierten Ansatzes zu berücksichtigen“. Heißt: Es geht um eine gemeinsame Nutzung.

Das wird auch ganz konkret durch die Maßnahmen deutlich, die Land Germany vorschlägt. Zunächst sollte die Seenlandschaft durch eine überarbeitete und „behutsame“ Ergänzung der bereits vorhandenen Wege erfolgen. Es soll Hauptwege und dazu auch Zuwege sowie einen Rundweg geben. Besucher sollen das Areal durch fünf klar definierte und erkennbare Zugänge erreichen, die Portale genannt werden.

Im Norden, wo heute Wakebeachanlage und Badestrand liegen, werden laut dem Konzept die Hauptwege breiter und münden in kleinen (See-)Plätzen. „Sie dienen als Treffpunkt, als Standort für Informationstafeln und als Eingangsportale. Für Spaziergänger soll es einen etwa 4,5 Kilometer langen Rundweg geben, dessen Form sich von den in diesem Raum zum Kiesabbau genutzten Förderbändern ableiten lässt. Teilweise mündeten die direkten Wege in Stegen zum Wasser. Dort, wo die Wege auf den Uferbereich treffen und in einen Steg übergehen, befindet sich zudem immer ein kleiner Seepavillon. Land Germany schlägt nach der umfangreichen Prüfung vor, klare Bereiche für Aktivitäten und passive Nutzung zu schaffen.

Der Goldberger See soll demnach einem besonderen Schutz von Flora und Fauna dienen, ebenso gibt es im Süden der Seenplatte Naturschutzzonen. Dort könnte ein Aussichtsturm gebaut werden, von dem aus Tiere und Natur beobachtet werden können.

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