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Kegelclub kann auch Tore schießen

Kegelclub kann auch Tore schießen

Zehn Mannschaften kämpften in der Neusser Skihalle um den Titel des ersten Fun-Kick-Meisters. Der Kegelclub „ETI Grobmotoriker“ zeigte in 14 Disziplinen das größte fußballerische Können.

Neuss. In 14 Schritten zum Titel „Deutscher Meister“: Das ging am Wochenende auf dem Fun-Fußball-Parcours der Skihalle. Zehn Mannschaften mit jeweils acht Spielern traten an und stellten sich an 14 Stationen typischen Fußball-Situationen — vom schnellen Pass aus der Ballmaschine über Torwandschüsse bis hin zum Freistoß samt gegnerischer Mauer. Damit steigerten die Fußballfreunde vor allem ihre Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft, die am Donnerstag in Moskau startet.

Der Parcours an der Skihalle ähnelt einem Golfplatz, auf dessen Stationen es eben unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen gilt. „Die 14. Station, der Freistoß, hatte es in sich, weil wir nur Punkte sammeln konnten, wenn wir mit dem Ball bestimmte Bereiche im Tor getroffen haben“, erzählt Thomas Kühn, der Kapitän des Hildener Kegelclubs „ETI Grobmotoriker“. Dazu mussten die Spieler erst einmal eine mit Kunststofffiguren in Lebensgröße geformte Mauer überwinden, die die gegnerische Mannschaft simulieren sollte. Und: Manuel Neuer. Ein XXL-Abbild des Nationaltorwarts stand auch im Tor — und machte es den Kickern nicht einfach, zumal jeder nur fünf Schussversuche hatte.

Ohne fußballerisches Knowhow hätten die Teilnehmer schlechte Karten gehabt. Die Hildener brachten genau das mit, obwohl sie seit einiger Zeit mehr kegeln als kicken. „Für uns lief von Anfang an alles glatt“, sagt Kühn mit Blick auf 238 erzielte Punkte. Er und seine Teamkollegen dürfen sich jetzt „Deutscher Meister im Fun-Fußball“ nennen.

Ob sie sich schon auf die WM freuen? „Sehr. Die wird super. Wir werden die Spiele auf jeden Fall zusammen schauen“, sagt Kühn. Für ihn steht fest: Die deutsche Nationalelf wird ihren WM-Titel in Russland verteidigen. Vielleicht ist der Sieg der Hildener, die in Deutschland-Trikots in Neuss antraten, ein gutes Zeichen für das Projekt Titelverteidigung. Auch die Wettkampf-Outfits anderer Mannschaften waren sehenswert: Ein Team, das aus Technikern der Skihalle bestand, präsentierte sich etwa in T-Shirts mit aufgedruckten Lederhosen. „Das Turnier hat einfach Spaß gemacht“, resümiert Daniel Dyckers. Der Techniker kümmert sich normalerweise um den Schnee in der Skihalle — jetzt kam er auf dem 2017 angelegten Fußballplatz ordentlich ins Schwitzen.

Um die Vorfreude auf die WM ging es auch Organisator Quirin Huber. Er will auch 2019 eine Meisterschaft im Fun-Fußball organisieren. „Mit der Teilnehmerzahl bin ich für die erste Auflage zufrieden“, sagt er. „Es gibt definitiv noch Potenzial.“ 30 Teams hätten problemlos antreten können.