Kaarst: Verein MIT setzt sich für lokale Wirtschaft ein

Kaarst: Verein MIT setzt sich für lokale Wirtschaft ein

Die Mittelstands-und Wirtschaftsvereinigung (MIT) setzt sich für bessere Straßen in Kaarst und Breitband-Internet in Holzbüttgen ein.

Kaarst. In Zeiten der Wirtschaftskrise kämpfen nicht nur große Unternehmen wie Opel ums Überleben, auch der mittelständische Firmen haben es schwer. Schlechte Zahlungsmoral, nicht bewilligte Kredite und weniger Aufträge lähmen auch in Kaarst viele mittelständische Unternehmen.

Insgesamt stehe der Mittelstand in der Stadt aber noch ganz gut da, meint Heinz-Josef Drießen, Vorstandsvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) Kaarst.

Dennoch sollten gerade jetzt in Kaarst die Weichen für die Zukunft gestellt werden. So ist es aus Sicht der MIT Kaarst unverständlich, dass immer noch viele Aufträge der Stadt an Firmen vergeben werden, die nicht aus Kaarst kommen.

Thorsten Schmitter, stellvertretender Vorsitzender: "Die Verwaltung sollte prüfen, ob nicht auch Firmen aus Kaarst die gleichen Leistungen erbringen können, bevor der Zuschlag an externe Unternehmen vergeben wird. Doch das ist in der Vergangenheit leider viel zu selten geschehen. In Zukunft sollte daher auch die Politik ein Auge auf die Vergabe der Aufträge haben. "

Weiteren Handlungsbedarf sieht die Vereinigung auch in Sachen Verkehr. So sei der Zustand vieler Straßen in der Stadt unzumutbar, meint der neue stellvertretende Vorsitzende und Kfz-Sachverständige Hans-Willi Wesemüller.

Ein weiteres Problem, das in Zukunft gelöst werden müsse, sei die Verkehrssituation am Bahnübergang Gustav-Heinemann-Straße/Antoniusstraße. Dort staut sich der Verkehr zum Teil kilometerlang, wenn die Schranke geschlossen ist. "Wenn sich in Kaarst weitere Unternehmen ansiedeln sollen, müssen wird dieses Problem in den Griff bekommen", sagt Wesemüller.

Ein weiteres Projekt, das die MIT in Kaarst vorantreiben will, ist die Versorgung der Bürger in Holzbüttgen mit Breitband-Internet. "Es gibt Gespräche zwischen der Telekom und der Stadt.

Allerdings müssen genug Menschen Interesse an einer schnelleren Internetverbindung haben. Sonst lohnt sich für die Telekom der Aufwand nicht", sagt Vorstandsmitglied Franjo Rademacher.

So würde das Telekommunikationsunternehmen die Kosten von rund 200 000 Euro für die Verlegung der Kabel übernehmen, wenn zwischen 600 und 1000 Haushalte die schnellere Verbindung auch nutzen.

Franjo Rademacher: "In der nächsten Zeit soll entschieden werden, wie man an die Bürger herantritt, um sie über das Vorhaben zu informieren." Denkbar sei dann später auch, dass die Haushalte auf einer Internetseite anklicken können, ob sie Interesse an einer Breitband-Verbindung haben.

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