Kaarst setzt auf den Kampf

Im zweiten Finalspiel um die Deutsche Skaterhockey-Meisterschaft müssen die Crash Eagles heute in Iserlohn gewinnen.

Kaarst. Glaubt man beiden Trainern, wird das Duell um die Deutsche Meisterschaft im Skaterhockey zwischen den Crash Eagles Kaarst und den Samurai Iserlohn nicht auf dem Parkett, sondern im Kopf entschieden. „Es ist letztendlich eine Frage der Einstellung. Solche Spiele werden über den Kampf entschieden, für Schönspielerei ist da kein Platz“, sagt der Kaarster Trainer Georg Otten, dessen Schützlinge mit der Hypothek einer 4:11-Niederlage im Gepäck die Reise zum zweiten Finalspiel heute (18.30 Uhr) in der Iserlohner Heidehalle antreten.

Sein Kollege sieht es ähnlich. „Wir strotzen derzeit vor Selbstbewusstsein. Und dieser Zusammenhalt in der Mannschaft ist einfach sensationell“, meint Iserlohns Spielertrainer Marcel Brozé.

Der Erfolg im ersten Aufeinandertreffen war der zwölfte Sieg in Folge für die Sauerländer, die zuletzt am 19. August das Liga-Lokalduell gegen die Sauerland Steel Bulls mit 9:12 verloren. Dafür nahmen sie in der ersten Play-off-Runde mit zwei glatten Siegen über die Bulls (10:3, 19:9) Revanche. Und auch im Halbfinale setzten sie sich mit zwei Siegen über den HC Köln-West (8:5, 7:6 nach Verlängerung) ohne den Umweg eines Entscheidungsspiels durch.

Ein solches Entscheidungsspiel, das bei einem heutigen Sieg der Kaarster am 17. Dezember stattfände, wollen sich die Samurai auch in der Finalserie ersparen, weshalb sie heute gerne an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen würden. „Wenn jeder an sich glaubt und den anderen unterstützt, dann kann ein solches Spiel gelingen“, sagt Brozé.

Als hätten sie sich im Vorfeld abgesprochen, setzt Otten dem ein beinahe gleichlautendes Statement entgegen: „Jeder muss zu einhundert Prozent fit sein und sich in den Dienst der Mannschaft stellen.“ Natürlich belässt es der Kaarster Trainer nicht bloß bei solchen Appellen, sondern hat mit seinen Spielern „intensiv Fehleranalyse betrieben“. Die hat „zu viele individuelle Fehler im Spielaufbau“ und eine eklatante Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Tor ergeben. Dazu konnten die Kaarster ihre reichlich vorhandenen Überzahlsituationen nicht nutzen. „Wir haben vier Strafzeiten hinnehmen müssen und kein Gegentor kassiert, aber selbst drei Tore in Überzahl gemacht“, zeigt Brozé die entscheidenden Unterschiede auf.

Unterschiede, die es aus Eagles-Sicht heute nicht geben soll. „Wir werden eine andere Kaarster Mannschaft sehen,“ verspricht Otten.