Kaarst: In den Ferien wird gebaut

Kaarst: In den Ferien wird gebaut

An vielen Schulen und Turnhallen beherrschen jetzt Bauarbeiter die Szene.

Kaarst. Mit dem letzten Pausenklingeln wurden vorgestern - im wahrsten Wortsinn - die Sommerferien eingeläutet. Für etwa sechs Wochen ist es nun still in den Schulgebäuden. Allerdings nur, was den Lärm durch die Schüler angeht.

Denn während der Schulbetrieb praktisch auf "Stand-by" steht, sollen während der Ferien nun dringend notwendige Bau-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an vielen Schulen durchgeführt werden.

"Zudem werden während der Ferien auch bei bereits laufenden Maßnahmen die Dinge durchgeführt, die wegen Lärmentwicklung und Schmutz den laufenden Betrieb zu sehr einschränken würden", erklärt der Technische Beigeordnete Manfred Meuter.

So wird die Grundschule Lichtenvoorder Straße erweitert und die Gebäudetechnik modernisiert, auch an der alten Turnhalle werden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Bis zu Beginn des Schuljahres 2011/2012 soll das gesamte Paket, das insgesamt rund drei Millionen Euro kosten wird, komplett abgeschlossen sein. "Wie bei einigen anderen Projekten laufen auch hier die Maßnahmen nach den Sommerferien noch weiter", sagt Meuter. Die betreffenden Institutionen seien darüber informiert.

Auch an der Realschule Büttgen wird in der Ferienzeit fleißig gearbeitet. Neben der Dachsanierung der Turnhalle und des Schul- und Sonderklassentraktes werden dort auch die Oberlichtfenster sowie die Dusch- und Umkleideräume erneuert.

An der Grundschule Stakerseite wird eine Küche ein- und umgebaut, die Hauptschule Büttgen soll unter anderem eine energetische Sanierung des Hausmeister-Hauses bekommen. Bei der Grundschule Vorst stehen Flursanierungen auf dem Programm und bei der Grundschule Alte Heerstraße werden die Brandschutzmaßnahmen überarbeitet.

"Über 80Prozent aller Projekte werden dabei aus dem laufenden Haushalt oder aus Rückstellungen finanziert", berichtet Manfred Meuter. Der Rest der Investitionen setze sich aus Fördermitteln zusammen. So werden beispielsweise die Umbau- sowie die U3-Erweiterungsmaßnahmen an den Kindertagesstätten Geranienweg und Robert-Bunsen-Weg zu 90Prozent aus Förderungen finanziert.

Das Albert-Einstein-Gymnasium (AEG) kann sich bei der Sanierung der gesamten Beleuchtungstechnik über Zuschüsse vom Umweltministerium freuen. Zudem werden in den kommenden Wochen noch Drahtglasscheiben durch Verbundsicherheitsglas ersetzt.

Beim Friedhof und der Realschule Halestraße werden Heizungssanierungen vorgenommen. Die werden für 300 000 Euro ebenfalls im AEG und der VHS, für rund 230 000 Euro im Rathaus und für etwa 35 000 Euro am Bebop durchgeführt. Dort wurden zum Teil bereits Vorarbeiten vorgenommen, damit die Heizungen in den Herbst- und Wintermonaten funktionsfähig sind.