Kaarst: Abstrakte Plastiken und surreale Menschenbilder

Kaarst: Abstrakte Plastiken und surreale Menschenbilder

In der Galerie Fries stellen sechs spanische Künstler bis Ende Dezember ihre Arbeiten aus.

Kaarst. Die gesamte Bandbreite der spanischen Kunstszene gibt es noch bis Ende Dezember in der Kaarster Galerie Fries an der Düsselstraße 21 zu sehen. Die auf spanische Kunst spezialisierte Galerie setzt dabei nicht auf eine Einzelausstellung, sondern präsentiert gleich sechs Künstler von der iberischen Halbinsel. Der Mix reicht von jungen Talenten wie Pep Bofill bis zu renommierten Größen wie Juan Ripollés.

Auf drei Etagen laden Bilder und Plastiken den Betrachter dazu ein, sich mit ihnen auseinander zu setzen oder einfach nur ihren dekorativen Reiz zu genießen. Galerist Stefan Fries zeigt Ripollés kleine Bronzestatuen, die ihrem Betrachter gleich mehrere Gesichter anbieten, gleiches gilt für seine zum Teil sehr farbig gehaltenen Malereien und Grafiken. Surrealistische Menschenbilder sind das Thema bei Ripollés.

Im Zentrum der Bilder von Tomás Sivera sind ebenfalls Menschen zu sehen, jedoch stehen sie schemenhaft im Nebel, gehen oder rennen. Gezeigt werden große, fast einfarbig in Erd- und Sandtönen gehaltene und lebhaft-bunte kleinere Werke Siveras.

Abstrakte Kleinformate spiegeln das aktuelle Werk von Josepa Gilabert wieder. Ihre Drucke wirken wie flüchtige Tuschezeichnungen, die aber in farbigen Flächen Halt finden. Der Metall-Künstler Toni Mari verleiht seinen Stahlplastiken, die Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zeigen, Lebendigkeit. Trotz der anonym gehaltenen Darstellung erreichen die Figuren den Betrachter, der sich mit ihnen unwillkürlich beschäftigen muss.

Das Quadrat ist das Format, das der Multimedia-Künstler Pep Bofill wählte, um seine stark verfremdeten Fotografien zu zeigen. Wie architektonische Zeichnungen wirken sie auf den matten, doppelschichtigen Acrylfonds und erhalten dadurch Tiefe. Bofill wählte ungewöhnliche Perspektiven, um die Aufmerksamkeit auf seine in schwarz-weiß gehaltenen Bilder zu lenken.

Die Kollagen von Maria Luisas Peréz wirken dagegen ungeordnet, der von ihr gewählte Materialmix teilt ihre Werke in Flächen auf, die durch farbiges Klebeband unterteilt werden. Private Fotos, Skizzen oder auch Schriften wurden kombiniert und erzählen nun vielschichtige Geschichten.

Bis zum 31.Dezember ist die Ausstellung in der Galerie Fries (telefonische Absprache unter Telefon 2 02131/ 368521) sowie am 1. und 2. Advent ohne Anmeldung geöffnet.