Interview: Jörg Geerlings will Rats und Landtagsarbeit kombinieren

Interview: Jörg Geerlings will Rats und Landtagsarbeit kombinieren

WZ: Herr Geerlings, Sie sind mit einem unerwartet deutlichen Ergebnis gegen Heinz Sahnen zum Landtagskandidaten gekürt worden. Für viele Beteiligte stand das unter der Prämisse "alt gegen jung". Trifft das zu?

WZ: Herr Geerlings, Sie sind mit einem unerwartet deutlichen Ergebnis gegen Heinz Sahnen zum Landtagskandidaten gekürt worden. Für viele Beteiligte stand das unter der Prämisse "alt gegen jung". Trifft das zu?

Jörg Geerlings: Das sehe ich anders. Das war kein Konflikt der Generationen. Allein mit den Stimmen der Jungen hätte ich nicht gewinnen können.

Geerlings: Es gibt viele Themen im Landtag, die einfach transparenter werden müssen. Gemeindeordnung, Finanzierungsausgleich, Wahlrecht. Und: Die Fraktion muss auch kontrovers diskutieren können.

Geerlings: Das war ein gutes Ergebnis, weil es ein gemeinsames der Neusser CDU war. Blicken wir zurück: Ich war damals Wahlkampfleiter, rot/grün war auf dem Tiefpunkt. Ich jedenfalls möchte mit der CDU am 9.Mai ein starkes Ergebnis für Neuss.

Geerlings: Um die 50Prozent.

Geerlings. Das geht. Bisher arbeite ich in meinem Beruf mit mehr als 40 Wochenstunden. Nach einem Wahlsieg ist dann der Landtag der Fulltime-Job. Kommunal- und Landespolitik: Das passt gut zusammen.

Geerlings: Im Zweifel immer Neuss! Nehmen Sie das Beispiel Wahlrecht, das die kleinen Parteien bevorzugt. Das Ergebnis sieht man jetzt im Rat. Da hätte ich in der Landtagsfraktion ganz sicher was dazu gesagt.

Geerlings: Ich hoffe, dass die FDP ein kluger und besonnener Partner sein wird. Das ist sie, wenn sie Wert auf das Wort Partner legt. Inhaltlich passt das zwischen uns.

Geerlings: Anlaufschwierigkeiten sind normal. Wenn die FDP wirklich Partner ist, hält es.

Geerlings: Ein Gegeneinander von Rat und Bürgermeister macht doch keinen Sinn. Wir müssen - neben notwendiger Kontrollfunktion - miteinander arbeiten. Zum Büttel muss da keiner werden.

Geerlings (lacht): Ich kandidiere jetzt für den Landtag. Und in sechs Jahren? Vielleicht will Herbert Napp ja dann nochmal antreten.