1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Neuss

In der Dormagener Innenstadt fehlt der Platz für weitere Fahrradständer

In der Dormagener Innenstadt fehlt der Platz für weitere Fahrradständer

Der Bedarf ist rund um Rathaus-Galerie, Historisches Rathaus und Ring-Kaufhaus zwar vorhanden — genügend Flächen sind es aber nicht.

Dormagen. Dormagen schmückt sich mit dem Titel „fahrradfreundliche Kommune“. Doch damit ist nicht alles perfekt für die Radler. Zum Beispiel wenn es darum geht, in der Innenstadt das Zweirad abzustellen, fehlt es häufiger an einem geeigneten Platz. Jedenfalls nach Meinung der Piraten/Linke, die auf entsprechende Wünsche aus der Bürgerschaft verweisen und zusätzliche Fahrradständer vor allem im Bereich der Fußgängerzone fordern — in einem Antrag für die heutige Ratssitzung.

Peter Tümmers, Fahrradbeauftragter der Stadt Dormagen

Das ist eine alte Forderung der SPD aus dem Jahr 2013. Die Sozialdemokraten wollten damals sogar ein Fahrradstellplatz-Konzept und Fahrrad-Boxen. Letztlich aber gibt es in den stark frequentierten Bereichen in der City nicht genügend Raum für Stellplätze. „Das Thema ist ausgereizt“, sagt der Fahrradbeauftragte Peter Tümmers.

Die Stadt räumt in einer aktuellen Stellungnahme eine „teilweise Überlastung“ ein. Besonders nachgefragt sind die Abstellanlagen rund um die Rathaus-Galerie sowie im Bereich des Rathauses und Historischen Rathauses.

Grundsätzlich habe sich aber an der Situation in der Innenstadt nichts geändert im Vergleich zu einer Erhebung von 2013. Damals wurde an einem Werktagvormittag zwischen 11 und 12 Uhr die Auslastung festgestellt. Von den damals gezählten 280 festen Abstellplätzen, in denen Radler ihren Drahtesel mit dem Vorderrad parken können und deren Zahl heute noch aktuell ist, waren 48 Prozent besetzt. 45 weitere Räder waren „wild“ abgestellt. Dort, wo die Besucher-Frequenz besonders hoch war — Rathaus-Galerie und Ring-Kaufhaus —, lag der Auslastungsgrad bei über 90 Prozent und deutlich über 100 Prozent, wenn man die „wild“ abgestellten Räder mit hinzurechnet.

Fazit der Verwaltung von 2013: „Die Kapazitäten der Fahrradabstellanlagen sind grundsätzlich ausreichend, trotzdem besteht an einigen stark frequentierten Punkten noch Ausweitungsbedarf.“ Das sei allerdings schwierig, sagt Tümmers heute, weil durch Wochenmärkte und Außengastronomie nur wenig Raum für neue Plätze vorhanden ist. „Es gab sogar Anträge von Gastronomen, die Stellplätze zu reduzieren. Aber dagegen habe ich mich erfolgreich gewehrt“, sagt Tümmers.

Der SPD ist daran gelegen, dass der Ratsbeschluss von 2013 eingehalten wird. Heißt: Dort, wo möglich, das Angebot an Abstellanlagen ausweiten und eine Mobilität zwischen Bahnhof und Innenstadt über einen Fahrradverleih erreichen. „An diesem Thema bleiben wir dran“, sagt SPD-Fraktionschef Bernhard Schmitt.