Heute beginnt der Umbau der Bahnstraße

Heute beginnt der Umbau der Bahnstraße

Fünf Linden werden gefällt. Die Parkplätze sind währenddessen gesperrt.

Grevenbroich. Mehr Platz für Gastronomie, Radfahrer und Fußgänger — die Bahnstraße soll im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) ein völlig neues Gesicht erhalten. Am 17. August soll der erste Bauabschnitt vom Hartmannweg an der Erftbrücke bis zur Höhe Bahnstraße 19 — kurz vor der Ostwall-Kreuzung — fertiggestellt sein. Die ersten vorbereitenden Arbeiten starten am heutigen Samstag. In Höhe der Hausnummern eins bis zehn werden insgesamt fünf Linden gefällt. Verkehrsteilnehmer müssen mit Beeinträchtigungen rechnen. Für den Zeitraum der Arbeiten können die Parkbuchten und Parkflächen vor den Geschäften nicht genutzt werden — vor einigen Tagen bereits wurden dafür Halteverbotsschilder aufgestellt.

„Die Umgestaltung der Bahnstraße von der Fußgängerzone bis zum Bahnhof ist seit Beginn der ISEK-Planung eine der wesentlichen Maßnahmen des Projektes“, erklärt Bürgermeister Klaus Krützen. Ziel sei es, „die Anbindung des Bahnhofsviertels an die Kern- innenstadt insbesondere für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern, den öffentlichen Raum aufzuwerten sowie die Aufenthaltsqualität zu stärken.“ Die Baumfällaktion heute ist eine vorbereitende Maßnahme für die Erneuerung der Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom, die in diesem Monat starten und Mitte April abgeschlossen sein soll.

Der Stadt zufolge sollen nach dem Umbau neue Bäume gesetzt werden. Gepflanzt werden sollen Säuleneichen, die maximal 15 Meter hoch werden. Die Bäume haben einen schmalen Wuchs, bilden keine ausladenden, sondern säulenförmige Krone aus. „Die jetzigen Bäume sind zu groß geworden und wurden nicht geschnitten“, sagt Maria Körfer von der Metzgerei an der Bahnstraße. Die eigentlichen Bauarbeiten sollen erst nach dem Stadtfest „Cityfrühling“ (28./29. April) am 7. Mai anlaufen.

Die Pläne sehen vor, die Fahrbahn auf fünf Meter Breite (einschließlich eines Schutzstreifens für Radfahrer) zu verkleinern. Fußgänger sollen mehr Platz auf 4,75 und 3,75 Meter breiten Wegen haben. Zudem sind Flächen mit Mehrfachnutzung vorgesehen — zum Parken und beispielsweise für Außengastronomie im Sommer. Der Planungsausschuss legte für die Pflastersteine die Farbtöne Grau für Gehwege und Anthrazit für niveaugleiche Parkflächen fest.

Während der Bauarbeiten soll auf der Straße eine Einbahnstraßenregelung gelten — bei der Fahrtrichtung folgt die Stadt dabei einem Anliegen von Geschäftsleuten, nämlich „dass der Verkehr aus Richtung Ostwall in Richtung Karl-Oberbach-Straße fährt“, wie Lilian Hoffmann vom Bestattungsunternehmen sagt. Sie ist überzeugt: „Die Straße wird nach dem Umbau schöner sein.“ Die Stadt hatte Ende November betroffene Gewerbetreibende über den Bauablauf informiert.

Mit Fußgängerbrücke und ähnlichem soll während des Umbaus der Zugang zu Geschäfts- und Hauseingängen gewährleistet sein. Etwa zwei Tage lang wird die Fahrbahn für Asphaltarbeiten gesperrt.

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