Grevenbroich: Städtische Spielplätze sollen sicherer werden

Grevenbroich: Städtische Spielplätze sollen sicherer werden

Infos auf der städtischen Homepage sollen das Bewusstsein für Gefahren schärfen.

Grevenbroich. Die Spielplätze in der Stadt sind sicher - sofern Eltern und Erzieher einige Sicherheitsregeln beachten. Mit Informationen auf der städtischen Homepage will die Stadtverwaltung jetzt das Bewusstsein für Gefahren und Lösungen schärfen.

Immer wieder kommt es auf Spielplätzen zu tödlichen Unfällen, weil Kinder mit Kordeln, Schals und Schlüsselbändern an Spielgeräten hängenbleiben. Erst am Dienstag kam im bayerischen Altötting ein vierjähriges Mädchen auf einer Rutsche zu Tode, indem es sich mit einer Schnur strangulierte, die es bei sich trug.

Ganz wichtig: Beim Spielen den Fahrradhelm abnehmen. Während er im Straßenverkehr schützt, wird er auf dem Spielplatz leicht zur Todesfalle. Beispielsweise in geknüpften Kletternetzen, wie der Sicherheitsingenieur Klaus Gähl erklärt. Zwar schreibt der Gesetzgeber vor, wie weit die Maschen sein müssen - nämlich weit genug für den Kopf. Der Helm jedoch bleibt im Netzwerk hängen, der feste Kinnriemen kann dem Kind die Luft abschnüren.

Die gesetzliche Unfallversicherung warnt weiter vor langen Schals, Halsketten oder Schlüsselbändern. All diese Dinge haben in der Vergangenheit teils tödliche Spielplatz-Unfälle verursacht.

Was die Sicherheit der Spielgeräte betrifft, kann Thomas Obermann vom Amt Garten/Bauen/Umwelt die Eltern beruhigen: "Auch 10, 15 Jahre alte Anlagen sind sicher." Die Spielplätze werden wöchentlich von der Stadt und zusätzlich jedes Jahr von externen Fachleuten überprüft. Erfüllt ein Gerät die Normen nicht, wird es abgebaut - auch, wenn in Einzelfällen die Eltern protestieren, wie es Bürgermeisterin Ursula Kwasny erlebt hat: "In einigen Fällen fehlt noch das Bewusstsein für Sicherheit."

Weil der knappe Haushalt nur wenig Geld für neue Spielgeräte hergibt, hat der Rat ein Programm zur Spielplatzoptimierung beschlossen. Marode städtische Spielplätze werden geschlossen, die Grundstücke verkauft. Vom Erlös saniert die Stadt andere Spielplätze. Zuletzt wurde das Gelände an der Holunderstraße dichtgemacht, während die Planungen zur Neugestaltung des Spielplatzes am Sanddornweg laufen. Als Nächstes will die Stadt die Anlagen an der Straße Im Kamp (2011), Am St.Lambertus (2012), an der Kurt-Schumacher-Straße (2013) und der Düsseldorfer Straße (2014) auf Vordermann bringen. hues

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