Grevenbroich: Schlittschuhlaufen ohne Eis

Grevenbroich: Schlittschuhlaufen ohne Eis

Weihnachtsmarkt: Organisator Norbert Lupp bringt eine Kunststoffbahn nach Grevenbroich.

Grevenbroich. Er liebt es zu organisieren und ist immer mit dem Herz dabei, sagt Norbert Lupp über sich selbst. "Wenn man mit Herz bei der Sache ist, dann hat man das ganze Jahr über den Weihnachtsmarkt im Kopf", sagt der 46-Jährige, der seit zehn Jahren in Grevenbroich den Weihnachtsmarkt organisiert. Kein Wunder also, dass dem Hemmerdener immer wieder neue Attraktionen einfallen. Holte er im vergangenen Jahr noch die weltgrößte Weihnachtskugel in die Stadt, kommt in diesem Jahr eine Schlittschuhbahn.

"Es war schon immer unser Plan, das mal hinzubekommen und jetzt haben wir die Möglichkeit, das zu realisieren", sagt Lupp. Die Organisation übernehme die Firma ATG. Den Kontakt geknüpft habe der Hemmerdener Toni Helmus. "Er kümmert sich um die Vermarktung der Bahnen", sagt Lupp.

Zehn mal zehn Meter groß wird die Schlittschuhbahn, die Lupp vom 25. November bis zum 22. Dezember auf den Marktplatz stellen wird. Das Besondere an ihr: Es handelt sich nicht um eine Eis-, sondern eine Kunststoffbahn. "Aber man kann auf ihr mit allen Schlittschuhen fahren", sagt Lupp. Vorteil der Kunststoffbahn sei, dass sie im Unterhalt wesentlich günstiger sei. Außerdem: "Wird der Popo nicht nass, wenn man hinfällt", sagt Lupp.

An der Bahn werden Schlittschuhe zum Ausleihen angeboten, man kann aber auch seine eigenen mitbringen. Die Tageskarten sollen zwischen zwei bis vier Euro kosten. Außerdem habe man sich mit dem Werbering zusammengesetzt und ein besonderes Angebot entwickelt. Die Mitglieder der Vereinigung haben die Möglichkeit, Karten für die Bahn zu kaufen. "Wer dann in einem Geschäft für einen Warenwert über zehn Euro einkauft, erhält eine Freikarte", sagt Schausteller Lupp.

Neben dem Schlittschuhlaufen plant Lupp aber auch ein Programm für die Bahn. Viel will er noch nicht verraten. Aber es fallen Worte wie Bambini-Eishockeyspiel oder ein Eismärchen mit einer Tänzerin.

Auch das Aussehen des Weihnachtsmarktes soll sich etwas verändern, um eine "gemütlichere Atmosphäre" zu schaffen. Das möchte Lupp mit einer Beleuchtung à la Illumina auf Schloss Dyck erreichen. Lupp: "Wir haben schon im Vorjahr angefangen, die Tannenbäume zu beleuchten, das fand ich ganz schön." Ansonsten erwartet die Grevenbroicher der gewohnte Weihnachtsmarkt. Nur ob es wieder 27 Buden geben wird, das weiß Lupp noch nicht. "Mal sehen, ob ich mit der Bahn alle Buden auf den Platz bekomme."

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