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Golf-Cup für den guten Zweck: Mit Schirm und Schläger

Golf-Cup für den guten Zweck: Mit Schirm und Schläger

Beim Wfg-Business-Cup spielten am Freitag 160 Golfer für den guten Zweck. 42 000 Euro wurden gespendet.

Rhein-Kreis Neuss. Das Gras war kurz geschoren, der Prosecco kalt gestellt, nur das Wetter spielte nicht so richtig mit, als am Freitag die zehnte Auflage des Wfg-Business-Cups auf der Golfanlage des Ritterguts Birkhof ausgespielt wurde.

Mit Schläger in der einen und Schirm in der anderen Hand spielt es sich halt nur halb so gut. Und das Putten aus der Pfütze erfordert zudem besonderes Geschick.

Die Spieler, unter ihnen wie immer viele Prominente, nahmen es mit Humor. Schließlich war das sportliche Abschneiden sekundär, im Vordergrund stand der gute Zweck. Und das Geld war mit Zahlung des Startgeldes und dem Kauf der Karten für die Abendveranstaltung zu diesem Zeitpunkt schon längst in der Kasse.

Erneut kamen so rund 42 000 Euro zusammen. Der Erlös geht an drei gemeinnützige Einrichtungen aus der Region: dem Förderverein „Kleine Talente Neuss“, der Erika-Moll-Kinderhilfe und der Borussia-Mönchengladbach-Stiftung.

Berti Vogts kam zu spät, Thomas Allofs gar nicht, Uli Stein dafür ganz in Weiß. Vogts und Rainer Bonhof konnten mit den niederländern René van de Kerkhof und Wim Rijsbergen während der Runde über den Golfplatz noch einmal das WM-Finale von 1974 Revue passieren lassen.

Und auch Regisseur Sönke Wortmann war unter den 160 Teilnehmern. Wie schnell Ruhm verblasst, erfuhr Ex-Landrat Dieter Patt, der als Zuschauer auf das Rittergut kam. „Wie heeß de noch mal? Platt?“, raunzte ein Zaungast seiner Gattin fragend ins Ohr.

„Jacke an, Jacke aus, Schirm auf, Schirm zu“, schimpfte derweil ein Spieler angesichts der Wetterkapriolen genervt. Für Gelegenheits-Zuschauer gewöhnungsbedürftig: Golfwagen werden heutzutage nicht mehr geschoben, sondern per Fernbedienung gelenkt, so dassam Freitag stets irgendwo ein einsames Wägelchen über den Rasen rollte.

Initiator und Landrat-Vertreter Jürgen Steinmetz war jedenfalls sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Die Prominentendichte war noch bei keinem Turnier so hoch wie in diesem Jahr“, sagte er. Den Grund, warum das Turnier so beliebt ist, kann er auch benennen: „Bei einem einzigen Golfturnier lernt man einen Menschen mehr kennen als bei zahlreichen Gesprächsterminen. Das ist doch beste Wirtschaftsförderung.“