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Gerätehaus: Neubau soll es sein

Gerätehaus: Neubau soll es sein

Die Firma Makon hat ein Gutachten vorgestellt, das Sanierung und Neubau abwägt.

Kaarst. Das Gerätehaus Büttgen an der Driescher Straße soll nicht saniert, sondern ein größerer Neubau an anderer Stelle errichtet werden. Vorgeschlagen wird eine Variante, die 1,57 Millionen Euro kosten soll.

Dieses Ergebnis stellte die Stuttgarter Firma Makon am Donnerstagabend im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss vor. Die Stadt Kaarst hatte sie im vergangenen Sommer beauftragt, in einem Gutachten die Wirtschaftlichkeit des Gerätehauses darzustellen.

„Das Gebäude ist vor 56 Jahren errichtet und seitdem immer wieder erweitert worden. Je nach Abschnitt wurde es 16 bis 55 Jahre lang genutzt“, sagte Christoph Mex von der Firma Makon. „Bei der Begehung haben wir erhebliche Mängel in der Gebäudesubstanz und der technischen Ausrüstung festgestellt.“ Ein neuwertiges Gerätehaus könne auch bei grundlegender Sanierung und Erweiterung nicht entstehen.

Neben einer mangelhaften, teilweise nicht vorhandenen Wärmedämmung nennt das Gutachten überalterte oder ungeeignete technische Geräte wie den Heizkessel, Kompressor, Ölabschneider und die Absauganlage für die Abgase der Fahrzeuge.

Die Anregung von Raymund Bialkowski (Zentrum), einen Neubau auf dem bisherigen Grundstück zu errichten, erklärte Mex für nicht sinnvoll: „Es müsste ein Ersatzgebäude für die Zeit des Abrisses und Neubaus her.“ Außerdem sei die Nutzung durch die Abmessungen des Grundstückes weiterhin eingeschränkt. So würden ein- und ausfahrende Löschzüge nicht nebeneinander durch die Einfahrt passen. Außerdem zählt das Gutachten fehlende Parkplätze, zu wenig Aufstellflächen und einen zu kleinen Übungshof auf — Dinge, die bei bleibendem Flächenangebot nicht optimiert werden könnten.

Stattdessen soll ein Neubau eine langfristige und nachhaltige Lösung darstellen. Laut Gutachten muss das Gebäude nicht nur die heute geltenden Normen erfüllen, sondern auch auf mögliche Änderungen der Anforderungen — zum Beispiel durch breitere Fahrzeuge — vorbereitet sein. Durch eine entsprechende Standortwahl könnten außerdem die Eintreffzeiten verbessert werden.

Von zwei Neubau-Varianten schlägt die Firma Makon die günstigere vor. Eine zweite Variante, die eine Waschhalle und Schlauchpflege beinhaltet, würde 1,76 Millionen Euro kosten. Die Mittel würden von der Stadt bereitgestellt und auf die Jahre 2012 bis 2014 verteilt.

Die nächsten Schritte sollen die Aufstellung eines Raumprogramms und die Suche nach einem geeigneten Standort sein. Christian Gaumitz, Fraktionsvorsitzender der Kaarster Grünen: „Die Feuerwehr sollte in die Suche eingebunden und das Grundstück nicht zu klein geplant werden, damit wir wirklich eine langfristige Lösung erhalten.“