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Geldtransporter mit Panzerfaust überfallen

Geldtransporter mit Panzerfaust überfallen

Vier schwer bewaffnete Täter erbeuten an Neusser Metro mehrere Hunderttausend Euro.

Neuss. Spektakulärer Raubüberfall in Neuss: In einer filmreifen Aktion erbeuteten vier Männer, die mit Panzerfaust und Maschinengewehr ausgerüstet waren, mehrere 100 000 Euro aus einem Geldtransporter. Die Täter setzten ihre Waffen nicht ein, verletzt wurde niemand. Das Quartett konnte flüchten.

Am Freitag gegen 23 Uhr hatten Fahrer und Beifahrer eines Geldtransporters der Sicherheitsfirma Kötter den letzten Punkt ihrer Tour, der Metro-Großmarkt im Neusser Stadtteil Grimlinghausen, erreicht.

Als der Beifahrer die Geldpakete in den Wagen eingeladen und die Tür schon wieder verschlossen hatte, wurde er plötzlich von einem maskierten Mann mit einem Maschinengewehr bedroht.

Dann fuhr ein silberfarbener Mercedes auf den Metro-Gelände. Dessen Fahrer blieb im Wagen sitzen, zwei weitere Vermummte stiegen aus und bedrohten den Fahrer im Geldtransporter mit einer Panzerfaust. So wurde er gezwungen, die Türen zu entriegeln.

Die schwarz maskierten Männer holten sich die Geldpakete, drängten die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in den Transporter und flüchteten. In unmittelbarer Nähe, noch in dem Gewerbegebiet, setzten sie den Mercedes in Brand. Mit welchem Fahrzeug sie ab dort flüchteten, ist unklar.

Die Fahndung, auch mit Beteiligung eines Hubschraubers, blieb erfolglos. Von den Männern und dem Geld fehlt jede Spur. Der alte Mercedes aus der Baureihe 1987, das ergaben die Ermittlungen der Polizei, war am Mittwoch vergangener Woche in Bochum gestohlen worden, das Krefelder Kennzeichen KR - LD 286 stammt aus einem Diebstahl in Uerdingen in der Zeit vom 14. bis 16. Januar.

Wie viel Geld erbeutet wurde, ist noch nicht bekannt. Der Geldtransporter hatte auch Einnahmen mehrerer Düsseldorfer Autohäuser eingeladen. Über die Täter konnten die beiden Überfallenen (47 und 49 Jahre alt) nur berichten, dass sie etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß sind. Alle waren komplett schwarz gekleidet und mit Sturmhauben maskiert. Sie sprachen akzentfrei deutsch.