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Dormagener arbeiten an der „Zukunftsstadt“

Dormagener arbeiten an der „Zukunftsstadt“

Die Stadt wurde für ein Projekt ausgewählt.

Dormagen. Die Stadt Dormagen ist eine von bundesweit 52 Kommunen, die für den Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ausgewählt worden sind. Das gab Bundesforschungsministerin Johanna Wanka gestern bekannt. „Wir sind damit Bestandteil eines Zukunftslabors, das zeigen soll, wie Bürger und Forschung gemeinsam eine Stadt weiterentwickeln und lebenswert gestalten können. Das ist eine Riesenchance“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. 168 Kommunen hatten sich beworben. Eine Jury wählte Dormagen aus — als einzige Stadt aus dem Rhein-Kreis.

Ihre Bewerbung hat die Stadt Dormagen in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Trier abgegeben. Im Mittelpunkt steht die Einbeziehung von Bürgern und Forschern bei der Bewältigung des demografischen Wandels. „Dabei greifen wir auch den Beschluss des Rates auf, die einstmals von Bürgern in der Initiative Dormagen erarbeitete Vision 2030 für unsere Stadt fortzuschreiben“, so der Bürgermeister: „Es geht um Ideen, wie wir Menschen in unserer Stadt halten und neue Bürger dazugewinnen können.“

Eine Problemstellung liest sich in der Dormagener Projektbewerbung: Lokale Analysen zeigen, dass etwa 60 Prozent aller Wohnungsinteressenten nicht aus Dormagen stammen. Bei der Käufergruppe sind es nur noch 30 Prozent. Was also suchen Interessierte „vergeblich“ in Dormagen, warum entscheiden sie sich für einen anderen Standort?

Ein Kernelement dieser Projektteilnahme ist die Einbindung der Bürger. Dazu ist unter anderem eine Passantenbefragung vorgesehen, ein Aktionstag mit Workshops und eine Zukunftswerkstatt.

In der ersten Wettbewerbsphase erarbeiten alle teilnehmenden Kommunen gemeinsam mit den Bürgern Zukunftsvisionen und erste Handlungsvorschläge. Dormagen erhält dafür Fördermittel in Höhe von 35 000 Euro. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen 20 von einer Jury ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden bis zu acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen umsetzen.