Dormagen: Märkte sorgen für Umsatz

Dormagen: Märkte sorgen für Umsatz

Die Gesellschaft für Stadtmarketing und Verkehr (SVGD) macht Verlust, da sie sich um die defizitären Bereiche der Stadt kümmert.

Dormagen. "In vielen Bereichen haben wir eine Punktlandung hingelegt", kommentiert Wiljo Wimmer, Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) die Zahlen der vorläufigen Bilanz.

Die tatsächlichen Verluste würden nur unwesentlich vom eingeplanten Minus abweichen. Man sei zufrieden. Denn ein Verlust ließe sich wegen der vielen kostenlosen öffentlichen Angebote nicht verhindern, so Wimmer.

Im Stadtmarketing sei der prognostizierte Verlust deutlich unterboten worden, so Stadtmarketing-Leiter Guido Schenk. 960 000 Euro seien bei den Märkten als Verlust veranschlagt worden, 670 000 Euro seien es dann schließlich doch nur gewesen.

"Das liegt vor allem an Parkplatzeinnahmen in Zons und der Veranstaltung von Sondermärkten", so Schenk. Insgesamt hätten die Märkte deutlich an Umsatz zugelegt.

"Seit der Privatisierung der Märkte im Jahr 2006 hat sich beispielsweise auch die Zahl der Stände auf dem Freitagmarkt in Dormagen-Mitte verdoppelt."

Und auch mit dem neuen Markt in Zons erhofft man sich 2009 weitere Steigerungen. Auch bei den Parkhäusern in Dormagen-Mitte und Zons habe man einen deutlich höheren Verlust befürchtet.

Bei einer Steigerung der Stellplatznutzung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei anstatt eines prognostizierten Verlustes von 171 000 Euro nur ein Minus von 138 000 Euro zu verschmerzen. 300 000 Euro Verlust machte die SVGD bei der Unterhaltung und Bewirtschaftung des Tannenbuschs.

Die Ausweitung der Parkzeit seit Januar 2009 werde sich aber in der nächsten Bilanz durch einem geringeren Verlust ausdrücken, so Schenk.

Anders sieht es im Bereich der Bäder aus. Statt eines geplanten Verlustes von 886 000 Euro fehlen nun 1,05 Millionen Euro in der Kasse.

"Das hängt zum einen mit dem Ankauf der Bäder im vergangenen Jahr zusammen, zum anderen mit den 2008 gestiegenen Energiekosten", fasst Schenk zusammen. Durch stabile Eintrittspreise Aktionen wurde im Vergleich zum Jahr 2007 ein Zuwachs von 25 000 Besuchern verzeichnet.

Es bleibt aber ein Zuschussgeschäft: Die SGVD zahlt für jeden Gast 7,80 Euro drauf. Dennoch erhofft sich die Gesellschaft für die kommenden Jahre durch eine neue Caféteria und einer neu gestalteten Sauna noch mehr Gäste.

Den größten Verlust machte die SVGD im Öffentlichen Nahverkehr: 1,4 Millionen Euro. Man sei aber mit dem Ergebnis zufrieden, so Wimmer. Vom Planungsergebnis weiche der Verlust unerheblich ab, trotz der Kürzung der Landesmittel um 100 000 Euro.

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