Dormagen: „Krise als Chance für Bildung nutzen“

Dormagen: „Krise als Chance für Bildung nutzen“

Weiterbildung: Das neue Herbst-Programm der Volkshochschule Dormagen ist erschienen.

Dormagen. Die Wirtschaftskrise ist in der Volkshochschule Dormagen angekommen. "In einer Zeit der Vermutung und Spekulationen, denken die Menschen auch viel darüber nach, was ihnen wirklich wichtig ist. Verzicht und Sparen ist die eine Seite. Auf der anderen Seite steht die Frage, wie man sich weiterqualifizieren und fit halten kann. Auch Firmen bieten wir auf die Mitarbeiter abgestimmte Schulungen an", sagt VHS-Leisterin Claudia Stawicki und verweist auf das Programm für das zweite Halbjahr, das jetzt erschienen ist.

Auf 90 Seiten bietet es 335 Kurse, sechs Exkursionen und 19 Vorträge an - das macht zusammen 6602 Unterrichtsstunden. Kurse zur Entspannung und Gesundheit wie Yoga, Thai Chi oder Qigong seien immer schnell ausgebucht. "Wenn wir könnten, würden wir in dem Bereich auch noch mehr anbieten", sagt Stawicki.

Erstaunlich sei, so die VHS-Leiterin, dass in ganz unterschiedlichen Fachbereichen Mobbing thematisiert wird. "Wir orientieren uns bei der Planung auch immer an den Wünschen der VHS-Teilnehmer und das Thema wurde stark nachgefragt." So gibt es ein Kurs zur den Ursachen und Handlungsmöglichkeiten aber auch zu Mobbing am Arbeitsplatz. "Auch in der Schule gibt es das Phänomen immer häufiger", sagt Stawicki.

Ein Großteil des Angebotes bestreitet der Fachbereich Sprachen mit 89 Kursen. Weiterhin im Programm ist auch der Einbürgerungstest und die Vorbereitung dazu. Im Bereich der beruflichen Weiterbildung können nun fünf Prüfungen für den Europäischen Computer Pass (ECP) abgelegt werden. "Damit lässt sich der Xpert ECP Master absolvieren, der europaweit als Leistungsnachweis anerkannt wird. Auch hier steigt die Nachfrage.

Wie sich das Programm der VHS in den kommenden Jahren bei sinkenden städtischen Einnahmen entwickeln wird, steht nicht fest. "Noch hat die Haushaltssperre keine Auswirkungen", sagt Kulturdezernent und Stadtkämmerer Ulrich Cyprian. Das könne sich für das Frühjahr-Semester ändern. "Wir müssen schauen, wo gespart werden kann. Dann kann es sein, dass Kurse, die weniger angenommen werden, gestrichen werden müssen." Aber auch in Zeiten knapper Kassen wolle die Stadt ein breites Kulturangebot in Dormagen bieten.

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