Dormagen: Denkmäler im Verborgenen

Dormagen: Denkmäler im Verborgenen

Interessierte können ab sofort die Dormagener Denkmalliste im Internet finden.

Dormagen. Schon gewusst, wie viele Denkmäler es im Stadtgebiet gibt? Es sind genau 166, die alle in der städtischen Denkmalliste stehen. Dazu zählen nicht nur bekannte Baudenkmäler wie die Mühle und die Festungsanlagen in Zons oder die Knechtstedener Klosterbasilika. Die Liste umfasst auch 13 Bodendenkmäler wie die Überreste des römischen Kastells Durnomagus, die in der Erde rund um das Historische Rathaus liegen, den Römerkeller an St. Michael und die unterirdischen Dachziegelöfen, die vor einigen Jahren unter einer Scheune östlich von Zons entdeckt wurden.

151 Baudenkmäler existieren im Stadtgebiet - darunter Kirchen, Wohnhäuser und landwirtschaftliche Anwesen. Allein 50Wegekreuze sind denkmalgeschützt, dazu mehrere alte Grabsteine auf Friedhöfen oder die noch vorhandenen Grenzsteine in Hackenbroich und Hackhausen an der Stadtgrenze zu Köln.

"Bewegliche Denkmäler gibt es bei uns auch", erklärt der Denkmalschutzbeauftragte Jürgen Waldeck. Dies sind die beiden um 1400 entstandenen Madonnenfiguren, die ehemals über dem Südtor und dem Feldtor in Zons gethront haben. Heute befinden sie sich im Kreismuseum.

Wer sich die Denkmalliste anschauen möchte, findet sie ab sofort auf der städtischen Webseite. "Wir wollen mehr Öffentlichkeitsarbeit für den Denkmalschutz betreiben", sagt Waldeck. Nachdem in diesem Jahr bereits das Programmangebot am Tag des offenen Denkmals deutlich erweitert wurde, soll nun auch das Kleinod des Römerkellers mit neuen Schildern besser bekannt gemacht werden.

Ein weiteres Projekt: Im ehemaligen Sacklager der Zonser Mühle will Waldeck ein Mühlenmuseum einrichten. Zuvor steht noch die Innensanierung der Mühle an, die Außenwände wurden bereits instandgesetzt.

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