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Dormagen: Anbau - Verwaltung zieht im August ein

Dormagen: Anbau - Verwaltung zieht im August ein

Rathaus: Bau an der Castellstraße ist fast fertig. Am Montag eröffnet das evd-Kundenforum.

Dormagen. Der neue Rathausanbau an der Castellstraße 11 füllt sich allmählich mit Leben. Am Montag eröffnet die Energieversorgung Domagen (evd) dort ihr Kundenforum. Der Energieversorger wird sogar mehr Platz einnehmen als ursprünglich geplant. "Die evd hat sich inzwischen entschieden, das Erdgeschoss des Rathausanbaus komplett zu übernehmen, um ihren Vertrieb aus dem Verwaltungsgebäude an der Mathias-Giesen-Straße auszulagern", sagt Stadtsprecher Harald Schlimgen. Dies wird durch das ,Unbundling’, die Entflechtung der Geschäftsfelder gemäß den Vorschriften und Richtlinien des neuen Energiewirtschaftsgesetzes, erforderlich.

Somit wird das Kundenforum zukünftig auch den Geschäftskundenvertrieb, die Energiebeschaffung und das Vertriebscontrolling beherbergen. Dafür mietet die evd auch jene Büroräume an, die eigentlich für die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft (SVGD) vorgesehen waren. Die für den Stadtbus, Tourismus und Marketing zuständige städtische Tochter wird ihre Räume in Delrath deshalb vorerst nicht aufgeben. Umziehen werden die Mitarbeiter mittelfristig aber dennoch. Im Zuge der geplanten Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes sollen die SVGD-Verwaltung und das jetzt noch am Marktplatz gelegene Kundencenter dort zusammengeführt werden. Das hätte, so Stadtsprecher Schlimgen, zahlreiche Vorteile - "von der Betreuung der Busse über wirtschaftliche Verbesserungen beim Kartenverkauf bis hin zur Präsenz des Verkehrsunternehmens am zentralen Umsteigeplatz in Dormagen".

Gepackt und geräumt wird derzeit schon im Dallacker-Haus, der Verwaltungs-Dependance über der Sparkasse an der Kölner Straße. Die dort untergebrachten Ämter - der städtische Service Finanzen mit der Stadtkasse, die Wirtschaftsförderung und das Liegenschaftsamt - ziehen in diesen Tagen in den Neubau an der Castellstraße ein. Der Mietvertrag für das Dallacker-Haus läuft jedoch weiter bis zum 30.Juni 2013. Zumindest für die erste Etage sind bereits Nachmieter gefunden: Dort richten die Fraktionen von CDU, SPD, FDP, Zentrum und Bündnis90/Die Grünen ihre Geschäftsstellen ein. Die Mietkosten trägt zum großen Teil die Stadt.

"Kleiner setzen" wollte sich die Verwaltung durch die Bündelung der Außenstellen im 5,1 Millionen teuren Rathausanbau. Das hat Alt-Bürgermeister Heinz Hilgers immer wieder betont.

Nach Aussage der Stadt nimmt die Verwaltung inklusive ihrer Eigenbetriebe, jedoch ohne SVGD und evd, in Zukunft 11239 Quadratmeter Fläche in Anspruch - genau 150Quadratmeter oder 1,3 Prozent weniger als zuvor. Dazu heißt es: "Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hat bei ihrer jüngsten Untersuchung in Dormagen festgestellt, dass die räumliche Ausstattung der Verwaltung auch nach dem Rathausanbau ,interkommunal deutlich unterdurchschnittlich’ ist."