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Die Stimme der Juden in Neuss ist gestorben

Die Stimme der Juden in Neuss ist gestorben

Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit würdigt Alexander Bederov (77).

Neuss. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Neuss trauert um Alexander Bederov. Wie die Gesellschaft bekanntgab, starb das langjährige Vorstandsmitglied am Mittwoch nach längerer Krankheit.

Kreisdechant Guido Assmann als geschäftsführender Vorstand drückte der Familie und der jüdischen Gemeinde Düsseldorf/Neuss das Mitgefühl der Gesellschaft aus: „Wir verlieren in Herrn Bederov einen liebenswürdigen und engagierten Menschen, der sich um den Dialog der Juden und Christen in der Stadt Neuss verdient gemacht hat.“

Alexander Bederov war von Anfang an Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Sein Traum, einen Synagogenneubau in Neuss zu erleben, hat sich nicht erfüllt. Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit erinnert auch an die Konzerte mit jüdischer Musik, die er organisierte. In der katholischen und in der evangelischen Kirche auf Stadtebene fand er gute Gesprächspartner. „Lasst uns nicht im Stich“, hatte Alexander Bederov im vergangenen Jahr zu Pfarrerin Ilka Werner und Guido Assmann gesagt, als wegen der fehlenden Perspektive des Synagogenbaus die Rufe laut wurden, die Gesellschaft aufzulösen.

„Wir hoffe, dass Alexander Bederov in das himmlische Jerusalem einzieht“, sagte Vorstandsmitglied Ilka Werner. Alexander Bederov wurde 77 Jahre alt. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei erwachsene Kinder. Die Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof ist für Freitag Mittag vorgesehen. Red