Der Vorhang fällt für den Mittelaltermarkt

Der Vorhang fällt für den Mittelaltermarkt

Die beliebte Veranstaltung fand zum letzten Mal auf Schloss Hülchrath statt.

Hülchrath. Rund um Schloss Hülchrath wurde am Wochenende das Rad der Zeit zurückgedreht: Anmutige Burgfräulein stöberten dort entlang der Stände, um sich schließlich mit dem kostbarsten aller Amulette zu zieren, während Ritter und Knappen reges Interesse an Rüstungshelmen, Schwertern und Schilden zeigten. „Wir veranstalten den Mittelaltermarkt inzwischen zum 16. und leider auch zum letzten Mal“, sagte Veranstalter Karsten Hermida von der Agentur Hermida und Stromann. Denn mit der Veranstaltung vom vergangenen Wochenende endet nun die Ära des wohl schönsten Mittelaltermarktes in der näheren und weiteren Umgebung, auf dem die Besucher in eine längst vergangene, bunte und aufregende Zeit eintauchen können.

In diesen vergangenen Zeiten zahlt niemand mit Euros, sondern mit Talern. Dort kommt die Musik nicht vom MP3-Player, sondern wird live und ohne Verstärkung von unverwechselbaren Barden vorgetragen. Und: Dort wird spektakulär mit Schwertern gekämpft, das Augenmaß an Pfeil und Bogen trainiert und sich im Ringewerfen gemessen.

„Auch wenn unsere Verträge zum Jahresende auslaufen: Wir suchen noch nach einer alternativen Veranstaltungsstätte. Ideen nehmen wir gerne entgegen“, sagt Hermida.

Rund 70 Stände inklusive einer Zeltstadt, in der die Besucher sehen konnten, wie die Menschen damals gelebt und gewohnt haben könnten, haben sich diesmal beteiligt. Das Gelände war damit bei Weitem nicht so ausgelastet wie in den Jahren zuvor. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, dazu trugen dann auch verschiedene Programmpunkte bei: Tamino, der Gaukler — ein alter Bekannter der Hülchrather Mittelalter-Fans — trieb Schabernack, Reigenspiele wurden veranstaltet, ein Ritterturnier ausgetragen und Con Filius war dabei.

„Sommerfeeling bietet noch einmal die Kubanische Nacht am 21. Juli. Und mit den traditionellen Halloween-Festen für Erwachsene und Kinder verabschieden wir uns schon fast“, so Hermida. Allerdings: „Eine richtige Abschiedsfeier ist in Planung.“ vest