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Der Freithof als Restaurantpark

Der Freithof als Restaurantpark

Gastronomen aus Neuss und der Region stellen sich mit Angeboten vor.

Neuss. Haute Cuisine oder eher gut bürgerlich? Dazu ein frisch Gezapftes oder doch lieber einen edlen Tropfen? Die Qual der Wahl hatten am Wochenende geschätzte 2500 Besucher bei der dritten Auflage der Nüsser Genüsse auf dem Freithof. Das Wetter spielte mit, und wenn es doch mal einen kurzen Schauer gab, wusste man sich zu helfen: „Dann haben sich die Leute unter den Sonnenschirmen einfach eng aneinander gekuschelt“, berichtete Dustin Thyssen, Eventleiter des Veranstalters Neuss Marketing.

Erstmals wurde die Hintergrundmusik aus der Konserve am Samstagabend von Live-Musik durch die Band Graffiti abgelöst. „Das kam wirklich gut an, es wurde sogar getanzt“, sagte Thyssen. Gelungen war vor allem die Idee, die Band auf einem kleinen Turm spielen zu lassen, so dass jeder auch im Sitzen alles sehen konnte.

Zwei Neulinge waren unter den 13 Gastronomen: Die Gaststätte Zum Dom servierte einen Wirsing-Eintopf, alternativ konnte man zum Kasselerrücken, gefüllt mit Pflaumen und Sauerkraut, greifen. Kulinarisch in dieselbe Richtung gingen die Reibekuchen der Gaststätte Zoels, die sich der Feinschmecker wahlweise mit Lachs und Sahnemeerrettich oder Shrimps und Knoblauchcrème schmecken lassen konnte.

Lange Schlangen wie beim Genießertreff in der Stadthalle gibt es bei den Nüsser Genüssen nicht. Alles geht bedeutend familiärer und gemütlicher zu. Dennoch war es vor allem der Stand des Restaurants Solevino, der ständig umlagert war. Der Anblick der frisch gebratenen Riesengarnelen ließ dem geneigten Gourmet ebenso das Wasser im Mund zusammenlaufen wie die anderen mediterranen Spezialitäten von Gerd Lang. „Das ist hier natürlich eine tolle Möglichkeit, Werbung für unser Restaurant zu machen. Denn viele, die vorbeikommen, kennen uns noch gar nicht“, sagte der Chef de Cuisine.

Für Planer Dustin Thyssen rundete ein mehrfach ausgezeichnetes Top-Restaurant wie das Solvino das Angebot des kleinen kulinarischen Reiseführers auf dem Freithof optimal ab. Dazu trug auch wieder der Kochclub Gaumenschmeichler bei, der aus seinem Rezept für die Edelfischsuppe Quirinus kein Geheimnis macht. Die Zutaten zum Nachkochen: Seeteufel, Lachs, Tiger-Gambas und Venusmuscheln. Abgerundet wird der Geschmack durch Julienne-Gemüse.