Das Gymnasium Norf ist die zehnte "Schule ohne Rassismus" in Neuss

Auszeichnung für Gymnasium Norf in Neuss : Gymnasium Norf trägt jetzt den Titel „Schule ohne Rassismus“

Das Gymnasium ist für sein Engagement ausgezeichnet worden.

Das Gymnasium Norf ist seit Donnerstag Teil des bundesweit größten Schülernetzwerkes. Denn auf Initiative der Schülervertretung um ihre energischen Sprecherinnen Michelle Wischnepolski und Celine Kielbaßa hat die größte Schule im Stadtgebiet die Anerkennung „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“ errungen – als zehnte Schule in der Stadt, 27. im Rhein-Kreis, 895. in Nordrhein-Westfalen. Und bundesweit haben sich schon mehr als 3000 Schulen zu den Zielen des Netzwerkes bekannt, berichtet Goran Sucec, der als Regionalkoordinator die Auszeichnung übergab. Für die Kulisse im mit rund 600 Schülern fast überfüllten Pädagogischen Zentrum fand er drei Worte fand: „Hammer, Hammer, Hammer“.

Mit der Feier schloss die Projektwoche des Gymnasiums ab, an deren letztem Tag rund die Hälfte der Schüler außerhalb engagiert war. Das Thema „Schule ohne Rassismus“ sei auch in einer solchen Projektwoche geboren worden, erinnerte Schulleiter Stefan Kremer. „Das Thema bewegt die Schule also schon seit Jahren und passt zu unserem Motto ,Einheit in Vielfalt’ und zur Schulwirklichkeit“, sagte Kremer. Er freue sich daher, dass die amtierende SV das etwas eingeschlafene Bewerbungsverfahren wieder in Gang und zum Abschluss gebracht hat. Dazu sammelten die Schülersprecher mit Unterstützung von SV-Lehrer Andreas Kroener bei Schülern, Lehrern aber auch beim Hausmeister und im Sekretariat 1081 Unterschriften (von 1289 Schulangehörigen), die einer Selbstverpflichtungserklärung gleichkommen. Deshalb machte Michelle Wischnepolski klar, dass die Verleihungsfeier keinen Schlusspunkt setzt. Sie wünsche sich, dass der Tag „alle dazu bewegt, mehr über Rassismus nachzudenken“, sagte sie. Denn „Rassismus ist tückisch“ und „Toleranz kein passiver Prozess“. Pate der Kampagne ist Bürgermeister Reiner Breuer. „Das Gymnasium Norf ist eine besondere Schule“, sagte Breuer, der dort selbst bis zum Abitur Schüler war. Denn die Schule zeichne eine humanistische Grundhaltung aus. Für ihn leitet sich aus der Anerkennung der Auftrag ab, „eine Schule zu sein, die die Freiheit hoch hält“ und die Menschenwürde jedes einzelnen respektiert.

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