Das Ende der 441-tägigen Durststrecke

Das Ende der 441-tägigen Durststrecke

Am Sonntag spielt der TSV Meerbusch wieder in der Oberliga.

Meerbusch. Darauf haben die Fußballer des TSV Meerbusch 441 Tage gewartet: Am Sonntag (15 Uhr, Nierster Straße) bestreiten sie erstmals seit der 1:6-Niederlage beim VfB Homberg im Mai 2017 wieder ein Spiel in der Oberliga. Die erste Partie nach dem direkten Wiederaufstieg führt die Mannschaft von Trainer Toni Molina im Heimspiel gegen den FC Monheim. Auf die Rückkehr freuen sich besonders jene Akteure, die den Abstieg mitgemacht hatten, allen voran Kapitän Samir Purisevic, Verteidiger Johannes van den Bergh und Stürmer Kevin Dauser.

Das Trio der Routiniers hat eine gute Vorbereitung bestritten und geht bei der Trainingsarbeit seit Wochen voran. Es ist ganz offensichtlich, dass es den Spielern auch darum geht, die schmerzhafte Schmach des Abstiegs wettzumachen und zu zeigen, dass sie in der Oberliga mithalten können. Sie sind fit, verletzungsfrei und drängen in die erste Elf. Ob es dann letztendlich reicht, um gegen Monheim von Beginn an aufzulaufen, das gibt kurz vor Spielbeginn der Coach bekannt. Viel spricht nicht gegen einen Einsatz, denn mit Marcel Kalski, Emre Geneli, Manuel Schulz und Janik Roeber fallen vier wichtige Akteure aus. Sorgen machen sich die Meerbuscher wegen der personellen Probleme nicht. „Wir haben einen großen und sehr ausgeglichen besetzten Kader“, sagt Teammanager Horst Riege. „Da kann jeder jeden ersetzen.“ Die Zuschauer dürfen sich auf eine interessante Partie freuen, denn mit Monheim kommt ein Team nach Lank, das von den Kennern der Szene in der oberen Tabellenhälfte erwartet wird. Das gleiche gilt für den Gastgeber, der die Erwartungen aber lieber nicht so hoch schraubt.

Vor zwei Jahren hatten die Verantwortlichen einen Platz in der Spitzengruppe anvisiert, waren dann aber abgestiegen. Nun agieren sie mit mehr Demut. „Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte einfahren, um den Klassenerhalt sicher zu haben“, sagt Riege. „Wenn wir die 40 Punkte haben, können wir ja immer noch den Kopf hoch nehmen und uns überlegen, ob noch genug Zeit bleibt, um weitere Ziele anzupeilen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung