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Bürgermeister eröffnet die sanierte Bezirkssportanlage Neuss-Reuschenberg

Bezirkssportanlage Reuschenberg fertig : Der Bürgermeister steht im Tor

Sport nach Feierabend oder doch ein dienstlicher Termin? Die Grenzen waren für Bürgermeister Reiner Breuer fließend, als er sich am Mittwochabend im letzten Büchsenlicht auf der Bezirkssportanlage Reuschenberg einfand und sich dort ins Tor stellte, um ein paar „Elfer“ zu parieren.

Kunstrasen markiert den neuen Standard auf dem Allwettersportplatz. Und der macht nicht einmal beim „Hechten“ grüne Streifen auf blütenweiße Oberhemden.

Ende Juni ging’s an gleicher Stelle noch deutlich staubiger zu. Denn vor dem damals erfolgten ersten Spatenstich zur Modernisierung der Anlage musste dort tief gebuddelt werden. Zum einen, weil am Ort der Sportanlage in Weltkriegstagen eine Flak-Batterie stand. Deshalb musste der Kampfmittelräumdienst ran und nach möglichen Blindgängern suchen. Zum anderen, weil sechs Flutlichtmaste, die erneuert und auf LED-Technik umgerüstet wurden, dichter an den Spielfeldrand gerückt wurden und tiefere Fundamente benötigten.

Fünf Monate später ist von alledem nichts mehr zu sehen. „Was lange währt, ist jetzt richtig gut“, sagte Breuer bei dem Termin mit Vertretern des TuS Reuschenberg. „Nun steht dem sportlichen Erfolg der Fußballer, insbesondere der Vereinsjugend, nichts im Weg.“ In der Tat war die starke Jugendabteilung des TuS Reuschenberg, der auf der Anlage Heimrecht genießt, der wesentliche Grund, auch die Sportanlage an der Jakob-Koch-Straße mit einem Kunstrasenplatz allwettertauglich zu machen. Denn Kunstrasen sollte und soll den Fußballzentren in Neuss vorbehalten bleiben, zu denen Reuschenberg aber laut Sportentwicklungskonzept nicht gehört.

Dafür aber trainieren aktuell 17 Jugendmannschaften beim TuS, nachdem der Verein vor einem Jahr schon kurz davor stand, einen Aufnahmestopp für Jugendfußballer zu verhängen. Denn damals stand auf der Anlage neben dem Rasenplatz, der von Oktober bis März für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt ist, nur ein Aschenplatz zur Verfügung, der bei Regen schnell unbespielbar wurde. 

Der TuS hatte gehofft, dass der Umbau schon 2019 erfolgt, doch das hatte nicht geklappt. Dafür kann er sich jetzt über ein ganzes Bündel an Verbesserungen freuen: Neben dem neuen Belag für den ehemaligen Tennenplatz und der neuen Flutlichtanlage wurde auch ein Brunnen zur Bewässerung der Anlagen gebohrt.

Bislang wird dafür teures Leitungswasser genutzt. Im Zuge der Arbeiten wurden im hinteren Teil der Anlage eine zusätzliche Trainingswiese ertüchtigt, die Pflasterfläche vor dem Vereinsheim vergrößert, die Stromversorgung  verbessert. Für Veranstaltungen und Sportfeste steht nun mehr Platz zur Verfügung. Gesamtkosten: 940 000 Euro – nur 15 000 Euro mehr als veranschlagt.