1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Neuss

Bürgerinitiative Elvekum lehnt Gewerbegebiet ab

Bürgerinitiative Elvekum lehnt Gewerbegebiet ab

Anwohner fürchten erhöhte Lärm- und Feinstaubbelastung.

Elvekum. Die Bürgerinitiative „Pro Lebensqualität in Elvekum“ macht noch einmal auf ihren Forderungskatalog aufmerksam, den sie kürzlich bei einer Bürgerversammlung den Vertretern der Politik vorgelegt hat. Im Kern geht es darum, dass die Bürgerinitiative die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Gewerbeflächen Kuckhof-Ost und die Erweiterung im Bereich Kruppstraße/Mainstraße ebenso ablehnt wie den Bau einer neuen Umgehungsstraße zur Anbindung der Gewerbeflächen. Begründet wird dies mit der jetzt schon hohen Lärmbelastung im Ort und der Sorge, dass diese durch neue Gewerbegebiete sowie eine neue Umgehungsstraße noch weiter steige.

Zudem befürchten die Anwohner, dass in der „Hauptsache Logistikflächen“ neu angesiedelt werden sollen. „Das bedeutet 24-Stunden-Schwerlastverkehr, auch mit deutlichen Auswirkungen auf die Feinstaubbelastung der Luft“, heißt es in dem Forderungskatalog der Bürgerinitiative. Es wird angemerkt, dass weitere Auswirkungen auf die Lärm- und Luftsituation im Ort zu berücksichtigen seien. Angeführt wird der sechsspurige Ausbau der A 57, die befürchtete Zunahme des Schwerlastverkehrs auf der K 30 aus Richtung Hoisten durch neue Gewerbeflächen und das geplante Gewerbegebiet Silbersee.

Das Areal bietet Platz für das größte Gewerbegebiet, das Dormagen zu bieten hat. Der Logistik-Riese DHL hat bereits sein Interesse an dem Standort für ein neues Paketzentrum angemeldet. Die Rede ist von einer Fläche von 14 Hektar und von 600 Arbeitsplätzen. Die Bürgerinitiative blickt dem mit Sorge entgegen. Sie fordert angesichts ihrer Befürchtungen Messungen, um festzustellen, wie es um die Luftqualität und den Lärmpegel in Elvekum bestellt ist.

Die Bürger sprechen sich gegen weitere Logistikflächen aus, so lange die bestehenden nicht vollständig belegt sind, eine Verkehrszählung durchgeführt und neue Verkehrsgutachten erstellt werden. Auch befürchten die Bürger, dass „wertvolles Ackerland“ dem Gewerbe weichen muss.