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Bürger entscheiden mit, wie der Freithof aussehen soll

Bürger entscheiden mit, wie der Freithof aussehen soll

Ideen für die Umgestaltung auf Infoveranstaltung am Donnerstag.

Neuss. Politik und Verwaltung sind entschlossen, den westlichen Teil des Freithofes neu zu gestalten. Zwei Entwürfe wurden dazu schon im Planungsausschuss vorgestellt, doch noch ist offen, in welche Richtung die Reise geht. Ein Grund: Die Meinung der Bürger soll noch in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Anwohner und Anlieger rund um den Freithof aber auch alle anderen Neusser sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich einzubringen.

Zum Auftakt dazu wird am Donnerstag, 11. Dezember, zu einer Bürgerinformations-Veranstaltung eingeladen. Treffpunkt ist ab 19 Uhr der Ratssaal des Neusser Rathauses. „Ich freue mich auf Anregungen, Hinweise und Wünsche für die Vervollständigung der Umgestaltung des Freithofes“, sagt Baudezernent Christoph Hölters.

Der Freithof wurde 1999 nur teilweise im Bereich von Zeughaus und Markt nach den Plänen des Architekten Georg Penker umgestaltet. Der westliche Teil des Platzes zwischen der heutigen GWG-Verwaltung und dem Quirinus-Münster wurde seinerzeit aus Kostengründen ausgeklammert. Im Ergebnis entstanden so zwei unterschiedliche Plätze.

Der westliche Teil befand sich — trotz der zentralen und bedeutenden Lage am Quirinusmünster — in einem wenig beachteten Zustand. Mit der Ansiedlung eines Biergartens wurde versucht, diese Situation zu verbessern. In der Mitte der Fläche befindet sich eine alte, überwiegend unterirdisch angelegte ehemals öffentliche Toilettenanlage, die entfernt werden muss. In diesem Teil des Platzes befinden sich außerdem etwa 25 öffentliche Parkplätze, die überwiegend Anwohnern vorbehalten sind.

Am Pfingstmontag hat das Sturmtief „Ela“ so starke Beschädigungen an den Platanen auf dem Freithof angerichtet, dass diese gefällt werden mussten. Dadurch hat sich der optische Charakter der Fläche grundlegend verändert. Der Platz wird nun wieder durch das Münster geprägt. Die bisherige Planung für diese Fläche stellte mit dem Biergarten auf diese den Platz dominierenden Platanen ab.

Nachdem diese schattenspendenden Bäume entfernt werden mussten, hat sich auch die Biergartennutzung aus Sicht der Verwaltung erledigt. Eine gastronomische Nutzung ist nicht ausgeschlossen, wohl aber die Pflanzung neuer, großkroniger Bäume.