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Breslauer Straße in Neuss: Bewohnte Container sind nun geräumt

Stadt Neuss greift durch : Breslauer Straße: Container sind geräumt

Arbeiter werden jetzt in Düsseldorf untergebracht.

(jasi) Es war ein Prozess, der sich über Monate hinzog, doch nun vermeldete die Stadt: Die Baucontainer an der Breslauer Straße sind mittlerweile geräumt worden. Lange Zeit wurden die gelben Wagen von Bauarbeitern bewohnt, die offenbar auf einer nahegelegenen Baustelle tätig sind.

Doch die Stilllegung war alles andere als ein leichtes Unterfangen. Mehrmalige Aufforderungen, Ortstermine und ein verhängtes Zwangsgeld langten nicht aus, sodass die Stadt die Container schließlich versiegeln musste. Dann gab die Verwaltung dem verantwortlichen Mieter jedoch zwei zusätzliche Tage Zeit für die Räumung – die dann auch erfolgte.

„Nach der Räumung und der erneuten Versiegelung fanden zwei Nachkontrollen durch die Bauordnung statt, dabei wurden keine Verstöße gegen unsere Anordnungen festgestellt“, sagt Pressereferent Tobias Spange, der ankündigt, dass die Container weiterhin überprüft werden. Bereits vor rund zwei Wochen hatte die Stadt betont, dass ihr sehr daran gelegen sei, „dass die Mitarbeiter in guten Unterkünften untergebracht sind beziehungsweise untergebracht werden“. Die Unterbringung erfolge derzeit in Düsseldorf. „Unsere Anordnungen bezogen sich allein auf die Nutzung der Container. Da diese nun nicht mehr besteht, haben wir keine weitere Handhabe. Die Eigentumsverhältnisse an den Containern sind zudem unklar, möglicherweise wird der Grundstückeigentümer die Entfernung zivilrechtlich anstreben“, sagt Spange.

Am Abend des 8. April hatte es sogar einen Polizeieinsatz an den Containern gegeben, nachdem ein Anwohner – nach der erfolgten Versiegelung durch die Stadt – meldete, dass sich immer noch Personen in den Containern aufhalten. In den Wochen zuvor soll es Beobachtungen zufolge auch mehrere Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung gegeben haben. Längst beschäftigt das Thema auch die Politik – vor allem die Fraktion Die Partei/ Die Linke sowie den SPD-Stadtverordneten Michael Ziege. Unisono wird betont, dass die Container nicht nur geräumt, sondern auch komplett entfernt werden.