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Betrüger locken mit Serienbrief

Betrüger locken mit Serienbrief

Diebe versuchen an Kontoinformationen zu kommen. Polizei warnt vor neuer Masche.

Rhein-Kreis Neuss. Betrüger lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um an das Geld anderer Leute zu kommen. Die Kreispolizei warnt jetzt vor einer neuen Methode, mit der Internet-Diebe an persönliche Bankdaten herankommen wollen. Bisher liefen die so genannten Phishing-Angriffe (Abfischen und Verändern von Bankdaten bei Online-Transaktionen) über den elektronischen Internetaustausch ab.

Die Täter versuchen dabei, an geheime persönliche Daten, insbesondere an Zugangsinformationen für das Online-Banking, zu gelangen. Ziel der elektronischen Nachrichten ist es, den Computerbenutzer über einen Link auf eine „falsche“ Seite zu locken. Hier wird dann die Eingabe von Kontonummer, PIN und TAN auf der täuschend echt aussehenden Seite gefordert. Sind die Daten den Tätern bekannt, räumen sie die dazugehörigen Konten leer.

Jetzt ist ein Serienbrief im Umlauf, der an Kontoinhaber verschickt wird. Der Kunde wird in dem Schreiben persönlich mit Namen angesprochen. Um dem zunehmenden Betrug durch rechtswidrig erlangte Daten im Internet vorzubeugen, solle ein neues Sicherheitssystem eingeführt werden, heißt es in dem Serienbrief.

Es wird der Anschein erweckt, das Kreditunternehmen benötige zwecks Aktualisierung seines Sicherheitssystems die Anlegung eines neuen Online-Passworts. Für die Kreditkarte müsse online ein neues persönliches Passwort für Internetzahlungen unter dem Link „www.initiative-online-passwort.com“ angelegt werden. Ansonsten würde innerhalb von 14 Tagen die Kreditkarte des Angeschriebenen gesperrt und es wären keine weiteren Transaktionen mit dieser Karte mehr möglich, so der Brief weiter.

Da es sich um einen Serienbrief handelt, kann davon ausgegangen werden, dass bereits ein unbestimmter Personenkreis dieses Schreiben erhalten hat. Die Art der Gestaltung, aber auch der Zustellung, erweckt zumindest bei einem Großteil der Empfänger zunächst kein Misstrauen.

Die Kreispolizei rät, auf keinen Fall sensible Daten und auch kein Sicherheitspasswort einzugeben. Wer verunsichert ist, sollte umgehend seine Hausbank oder die Polizei informieren. Red