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Beckenbauer: „Golf kann manchmal in Arbeit ausarten“

Beckenbauer: „Golf kann manchmal in Arbeit ausarten“

Franz Beckenbauer freut sich über Geld für seine Stiftung und hofft auf EM-Erfolg.

Rhein-Kreis Neuss. Als Franz Beckenbauer am Sonntagabend in das Restaurant des Golfparks Rittergut Birkhof trat, trug er das Wetter des Tages in seinem Gesicht. Gut gebräunt und bestens aufgelegt zog der 66-Jährige sein eindeutiges Resümee des WfG-Business-Cups: „Der Tag war schön.“ Er habe sich extra regenfest angezogen, weil es noch am Morgen hieß, dass „schlechtes Wetter von droben“ kommen sollte.

Umso mehr freute sich Beckenbauer über den Sonnenschein und das Geld für seine Stiftung, die behinderte und in Not geratene Menschen unterstützt. An dieser Stelle wurde er ernst und sagte: „Wer an einem Freitag Golf spielen kann, gehört nicht zu den Benachteiligten.“ Beim Golfspielen hatte Beckenbauer einen mauen Tag erwischt: „Golf kann manchmal in Arbeit ausarten, wenn man Bälle sucht, und ich hatte heute viel Arbeit.“

Ohne das Thema Fußball konnte Beckenbauer natürlich nicht davon kommen. Für das Finale der Champions League wünscht er sich freilich einen Sieg des FC Bayern München und hofft auf eine Signalwirkung für die Europameisterschaft. Zum EM-Boykott in der Ukraine äußerte er sich ebenfalls: „Ich finde es schade, dass man Fußball missbraucht, um Dinge gerade zu rücken. Andererseits wollen wir natürlich auch, dass Inhaftierte gut behandelt werden. Die EM kann ein Mittel sein, auf Missstände aufmerksam zu machen.“