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Baustellen-Brand wurde vermutlich vorsätzlich gelegt

Baustellen-Brand wurde vermutlich vorsätzlich gelegt

Zwei Feuerwehrmänner sind bei einem Brand in einem leerstehenden Gebäude in Weckhoven schwer verletzt worden.

Weckhoven. Zwei Feuerwehrmänner sind am Donnerstagabend bei einem Einsatz in Weckhoven schwer verletzt worden. Bei einem von ihnen war sogar von lebensgefährlichen Verletzungen die Rede. Wie die Feuerwehr gestern mitteilte, ist der Mann inzwischen aber wieder außer Lebensgefahr. Das Duo musste von Kollegen aus dem Keller eines brennenden, leerstehenden Gebäudes an der Hülchrather Straße befreit und von Rettungskräften in eine Spezialklinik gebracht werden. Wie es zu dem Unfall in dem Gebäude kommen konnte, ist noch unklar.

Einen technischen Defekt schließt die Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand als Brandursache aus. Für die Experten des Fachkommissariats besteht der Verdacht der fahrlässigen oder vorsätzlichen Brandlegung. „Konkrete Hinweise auf einen Verantwortlichen oder Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor“, teilte die Polizei gestern aber gleichzeitig mit.

Um 18.19 Uhr war die Feuerwehr am Donnerstagabend alarmiert worden. Schon von weitem war dichter Rauch zu sehen, der in den Himmel stieg. Als die Rettungskräfte an der Hülchrather Straße eintrafen, brannte ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen. Es gehört zum zweiten Bauabschnitt eines Großprojektes, das vom Neusser Bauverein realisiert wird. Es ist derzeit noch unbewohnt, der ursprüngliche Einzugstermin war für März kommenden Jahres vorgesehen gewesen. Die Feuerwehr löschte das brennende Baumaterial im Keller des Gebäudes und hatte den Brand um kurz vor 20 Uhr unter Kontrolle. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02131/3000 mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Die Ermittlungen des Fachkommissariats dauern an. Augenzeugen wollen vier Jugendliche gesehen haben, die kurz zuvor aus dem Haus gerannt sind. Polizei und Feuerwehr konnten diese Angaben gestern aber nicht bestätigen.

Bei den beiden verletzten Männern handelt es sich um die sogenannte Atemschutztruppe. Das Duo betrat als erstes das brennende Gebäude.